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In diesen Straßen in Forchheim rücken 2021 Bagger an

1,1 Millionen Euro fließen in neuen Asphalt für Gehwege und Straße - 11.05.2021 06:42 Uhr

10.05.2021


Es reicht noch immer nicht, um die Straßen in Forchheim einfach nur im Status Quo zu erhalten: 1,1 Millionen Euro investiert die Stadt 2021 in Straßen und Gehwege, die (dringend) saniert werden müssen. Um aber alle asphaltierten Strecken Instand zu halten, wäre gut das Doppelte notwendig. Dabei habe die Stadt in den vergangenen zwei Jahren das Budget "deutlich erhöht", so Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD). "Das, was nicht gemacht wurde, liegt an fehlenden Finanzmittel der vergangenen Jahre".

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Weil das Geld knapp, die Straßen aber kilometerlang sind, geht Forchheim auch 2021 nach Prioritäten vor. Grob gesagt: Die Wege, die nach der Analyse die größten Schäden aufweisen und/oder für den Verkehr besonders bedeutsam sind, saniert die Stadt zuerst.

Auch der Marktplatz wird saniert

Bereits beschlossen sind Maßnahmen von 322.000 Euro. Dieses Geld gibt die Stadt für die Deckensanierung der Mayer-Franken-Straße (Hausnummer 32 bis 44a), der Bamberger Straße (zwischen Serlbacher- und Kantstraße) und für die Stichwege am John-F.-K-Ring aus. Auch die Oberfläche am Marktplatz wird saniert.

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In der jüngsten Planungs- und Umweltausschusssitzung haben die Stadträte weitere Maßnahmen beschlossen. Unter ihnen kommt der Straße Zur Staustufe die größte Aufmerksamkeit zu. Die Straße vom Tierheim, über den Kanal entlang und weiter am Sportheim Buckenhofen vorbei bis zur Einmündung Friedrichstraße/Lindenweg weist reihenweise Schlaglöcher und Risse auf.

Feuerwehr Baustelle ersparen

"Wir müssen tätig werden, damit wir die Straße noch für ein paar Jahre zur Verfügung haben", sagt Uwe Kredel vom Tiefbauamt der Stadt. Der Verkehr habe zugenommen, der Weg als Abkürzung von Buckenhofen zur Autobahn oder Forchheim-Nord sei beliebt. Außerdem plant die Stadt den Neubau des Buckenhofer Feuerwehr-Gerätehauses und des Depots des Pfalzmuseums auf einer Freifläche neben dem Sportplatz. Auch das Baugebiet "Tränklein" steht im Stadtteil Buckenhofen zur Diskussion. Alles Punkte, die dafür sprechen, dass die Straße künftig eher mehr als weniger genutzt wird.

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Manfred Hümmer (FW) sprach sich deshalb "gleich für eine vernünftige Sanierung" der Staustufe aus und nicht für die geplante blanke Deckensanierung des Asphalts. Laut Kredel könnte die Straße damit aber für die nächsten fünf bis zehn Jahre fit gemacht werden. Danach müsste die Stadt an dieser Stelle aber erneut die Bagger anrücken lassen. Würde die Stadt die Straße gleich jetzt grundlegend sanieren, bliebe der Feuerwehr an ihrem neuen Standort, den sie 2025 bezieht, eine Straßenbaustelle erspart, so Hümmer.

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Die Stadt prüft nun, den Straßenabschnitt "Zur Staustufe" östlich des Kanals gleich grundlegend zu sanieren. Finanziert werden könnte die ungleich teurere da umfangreichere Maßnahme, indem die Sanierung der Staustufe westlich des Kanals erst einmal verschoben wird, bis das Baugebiet "Tränklein" aus der Taufe gehoben ist. Geprüft wird nun, auch die geplante Deckensanierung am Liebessteig zwischen der Konrad- und Oberen Kellerstraße zu verschieben, um die Staustufe zu priorisieren.

Eingeplant im Haushalt seien zudem die Sanierung der Frankenstraße. Die Bammersdorfer Straße sei "nicht mehr sanierungsfähig", so der OB. Finanzmittel seien für einen Neuaufbau dieser Straße bereits zur Seite gelegt. Bevor die Stadt die Neuenbergstraße saniert, müsse zunächst von den Stadtwerken ein größerer Kanal verlegt werden, so Kredel.

Ansonsten stehen 2021 noch diese Maßnahmen im Stadtgebiet von Forchheim an:

Rudolfstraße: Gehwegsanierung zwischen Hausnummer 2 und 8, für 25.000 Euro

Bayreuther Straße: Gehwegsanierung von Hausnummer 22 bis 30 und 95 bis 103, für 65.000 Euro.

Friedrich-von-Schletz-Straße: Deckensanierung (Hausnummer 2 bis 32), Gehwege (Hausnummer 36 bis 54), für 120.000 Euro.

Äußere Nürnberger Straße: Bankettsicherung zwischen Daimler- und Hans-Böckler-Straße, für 135.000 Euro.

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