Italienische Nächte auf dem Feuerstein: Paar belebt Restaurant auf Flugplatz neu

11.3.2020, 13:13 Uhr
Warme Sommerluft lässt die Blätter tanzen, der letzte Segelflieger ist im Landeanflug, italienische Klassiker erklingen. Bei einem Glas Wein lässt es sich in die Weite blicken und vom nächsten Urlaub träumen. Italien ist bald nicht mehr weit weg. Mediterraner Flair zieht ab dem 1. April - kein Aprilscherz - auf dem Feuerstein ein.
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Warme Sommerluft lässt die Blätter tanzen, der letzte Segelflieger ist im Landeanflug, italienische Klassiker erklingen. Bei einem Glas Wein lässt es sich in die Weite blicken und vom nächsten Urlaub träumen. Italien ist bald nicht mehr weit weg. Mediterraner Flair zieht ab dem 1. April - kein Aprilscherz - auf dem Feuerstein ein. © Anestis Aslanidis

Maurizio Lodeserto und seine Frau Solveig Trompeter beleben die lang geschlossene Gaststätte auf dem Flugplatz wieder und haben italienische Ideen im Gepäck.
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Maurizio Lodeserto und seine Frau Solveig Trompeter beleben die lang geschlossene Gaststätte auf dem Flugplatz wieder und haben italienische Ideen im Gepäck. © Anestis Aslanidis

Dazu gehört auch die italienische Nacht, mit Live-Musik und einem Gläschen Wein. Dafür will das Paar auch die Terrasse bestuhlen. Knapp 40 Plätze außen und innen stehen bereit.
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Dazu gehört auch die italienische Nacht, mit Live-Musik und einem Gläschen Wein. Dafür will das Paar auch die Terrasse bestuhlen. Knapp 40 Plätze außen und innen stehen bereit. © Anestis Aslanidis

Bei einem Testessen konnte Lodeserto die Testesser von der Fliegerschule - sie verpachtet das Restaurant - bereits von seinen Kochkünsten überzeugen, sagt der 56-Jährige. Kredenzt hatte er ein süditalienisches Nudelgericht und einen Klassiker: Saltimbocca alla romana.
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Bei einem Testessen konnte Lodeserto die Testesser von der Fliegerschule - sie verpachtet das Restaurant - bereits von seinen Kochkünsten überzeugen, sagt der 56-Jährige. Kredenzt hatte er ein süditalienisches Nudelgericht und einen Klassiker: Saltimbocca alla romana. © Anestis Aslanidis

Ähnliches soll sich auch auf der Speisekarte wiederfinden.
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Ähnliches soll sich auch auf der Speisekarte wiederfinden. "Als gebürtiger Italiener bin ich ein guter Kenner der Küche", sagt und lacht er. Für das Mittagsgeschäft setzt er auch auf Gerichte für den kleinen Hunger. Dazu zählt auch die Currywurst. Hinzu kommen Tagesgerichte, bei denen Maurizio Lodeserto nicht nur einen Ausflug nach Italien unternimmt, sondern heimisch bleibt. © Anestis Aslanidis

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"An Sonn- und Feiertagen wollen wir auch Braten anbieten." Lodeserto will der fränkischen Küche mit Schäuferla, Schweinebraten, Krautwickel, Rouladen, Bratwürste oder Schnitzel im Wechsel gerecht werden. Über die feste Karte hinaus soll eine tagesaktuelle Abendkarte regelmäßig für Überraschungen sorgen. © Anestis Aslanidis

Auch könne er sich vorstellen, Saisonales wie beispielsweise Spargel auf die Karte zu heben, die er bewusst klein halten will. Weniger Auswahl, dafür mehr Qualität, lautet sein Motto.
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Auch könne er sich vorstellen, Saisonales wie beispielsweise Spargel auf die Karte zu heben, die er bewusst klein halten will. Weniger Auswahl, dafür mehr Qualität, lautet sein Motto. © Anestis Aslanidis

Dem Gaumen schmeicheln will Lodeserto mit fränkischem Bier. Zu trinken gibt es Krug Bräu aus Breitenlesau. Die italienische Küche begleitet eine Weinkarte. Auch die startet erst einmal klein.
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Dem Gaumen schmeicheln will Lodeserto mit fränkischem Bier. Zu trinken gibt es Krug Bräu aus Breitenlesau. Die italienische Küche begleitet eine Weinkarte. Auch die startet erst einmal klein. "Wir wollen sehen, wie unser Angebot angenommen wird." Ein Weißwein, der im Geschmack dem Primitivo ähneln soll, und zwei Rotweine hat sich der 56-Jährige ausgesucht. Bei einem Roten setzt er auf den Überraschungseffekt. "Es wird einen unbekannten aber sehr guten Schokoladen-Rotwein geben, der im Abgang einen leicht schokoladigen Geschmack hinterlässt", sagt er. © Anestis Aslanidis

Apropos Süßes: Am Wochenende ist seine Frau Solveig für Kuchen, Torten und italienische Verführungen wie das klassische Tiramisu verantwortlich. Auch wochentags sind Gäste zur Kaffee- und Kuchenzeit willkommen. Nicht nur die Nachspeisen will das Betreiberpaar selbst herstellen.
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Apropos Süßes: Am Wochenende ist seine Frau Solveig für Kuchen, Torten und italienische Verführungen wie das klassische Tiramisu verantwortlich. Auch wochentags sind Gäste zur Kaffee- und Kuchenzeit willkommen. Nicht nur die Nachspeisen will das Betreiberpaar selbst herstellen. © Anestis Aslanidis

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"Wir machen unseren Pizzateig natürlich selbst", sagt der gebürtige Italiener. Mit sogenanntem Kamutmehl. Es gilt als eines der ältesten kultivierten Getreidearten und soll leichter verträglich sein. "Später wollen wir vielleicht auch die Nudeln selbst machen", sagt Lodeserto. Auch die Vegetarier habe er im Blick. "Ich kann immer etwas spontan zaubern. Am besten ist es, mich einfach anzusprechen", sagt er hemdsärmlig und gut gelaunt. © Anestis Aslanidis

Der 56-Jährige Nürnberger blickt auf Jahrzehnte als Koch zurück. Vor 15 Jahren habe er sich gastronomisch auf Kantinen konzentriert und sei für bis zu vier Einrichtungen gleichzeitig als Chefkoch verantwortlich gewesen.
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Der 56-Jährige Nürnberger blickt auf Jahrzehnte als Koch zurück. Vor 15 Jahren habe er sich gastronomisch auf Kantinen konzentriert und sei für bis zu vier Einrichtungen gleichzeitig als Chefkoch verantwortlich gewesen. "Doch dort konnte ich mich nicht so entfalten, wie ich möchte. Ich habe Lust und Kraft, etwas neues zu machen." Auf dem Feuerstein zu arbeiten, ist für ihn, wie in Baby großzuziehen. "In der Natur zu arbeiten, ist inspirierend." Unterstützung im Service hat er am Wochenende von seiner Tochter, die in Gasseldorf lebt, und von einem befreundeten Koch. Bis auf den Ruhetag am Montag hat die Gaststätte täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Wobei das Ende Verhandlungsbasis ist. "Wenn der Abend schön ist und die Gäste den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein genießen wollen, lassen wir länger offen." Fehlt nur noch italienische Musik fürs Flair. Aber die soll ja kommen, vielleicht. Das hängt vom Zuspruch der Gäste ab und vom deutschen Sommerwetter. © Anestis Aslanidis