Jüdische Geschichte soll in Forchheim sichtbarer werden

12.1.2018, 05:33 Uhr
Der Gedenkstein zur Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 soll mit einer Infotafel ergänzt werden, wünscht sich (nicht nur) die SPD-Fraktion. Die Synagoge stand schräg gegenüber, wo jetzt ein Parkplatz vermietet wird.

Der Gedenkstein zur Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 soll mit einer Infotafel ergänzt werden, wünscht sich (nicht nur) die SPD-Fraktion. Die Synagoge stand schräg gegenüber, wo jetzt ein Parkplatz vermietet wird. © Foto: Roland Huber

Zuletzt hatten sich, wie berichtet, vor allem die Jusos, die Jugendorganisation der Sozialdemokraten, für eine solche Tafel eingesetzt. Sie soll Informationen zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Forchheim enthalten sowie Informationen zu Pogromen und speziell zur Reichspogromnacht in Forchheim, den Deportationen und den Schicksalen der Deportierten.

Passanten sollen dazu angeregt werden, sich mit der Thematik aktiv auseinanderzusetzen. In Forchheim sind Informationen über die jüdische Geschichte im Stadtbild kaum vorhanden. Dass nun mit Stolpersteinen an die Forchheimer Juden erinnert werden soll, die während des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden, begrüßt die SPD-Fraktion laut Mitteilung ausdrücklich. Dennoch fehlen ihr weitere Informationsmöglichkeiten im öffentlichen Raum.

Die Metallsäule an der Gereonskapelle sei leicht zu übersehen. Die jüdische Gemeinde Forchheims wurde seit dem 13. Jahrhundert zweimal ausgelöscht und lange diskriminiert. Die Pogrome, so die SPD, kamen nicht aus heiterem Himmel, sondern auf Grund immer wieder geschürten Antisemitismus: "Eine Entwicklung, die wir heute wieder erleben."

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