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Kein Martinsritt in Forchheim – aus zwei Gründen

Max Söllner
Max Söllner

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19.10.2021, 17:00 Uhr
Der Forchheimer Martinsritt 2018. Dicht gedrängt stehen Kinder mit ihren Laternen und Familien an der Absperrung. In Sandalen der Bettler, gespielt vom Kolpingbruder Josua Flierl.

Der Forchheimer Martinsritt 2018. Dicht gedrängt stehen Kinder mit ihren Laternen und Familien an der Absperrung. In Sandalen der Bettler, gespielt vom Kolpingbruder Josua Flierl. © Roland Huber, NN

"Er findet definitiv nicht statt", antwortet Josua Flierl auf die Frage, ob es in diesem Jahr wieder einen Martinsritt der Pfarrei St. Martin geben wird. Flierl muss es wissen, denn er ist nicht nur Fraktionsvorsitzender der CSU im Forchheimer Stadtrat, sondern hat als Kolpingbruder selbst oft am Schauspiel der Mantelteilung mitgewirkt. "Ich bin der Bettler in Person", sagt er lachend. Gerne wäre er im November wieder in seine Rolle geschlüpft, doch der Martinsritt muss aus gleich zwei Gründen ausfallen.

Wenig überraschend ist Corona einer davon. Vor der Pandemie hätten laut Flierl rund 500 Menschen zugesehen. Wie viele wären es in diesem Jahr? Das sei ihm zufolge "nicht zu kontrollieren", weil Einlassschranken fehlen.

Es fehlt an Platz

Das zweite Problem: "Keine adäquaten Plätze", wie Flierl es nennt. Sowohl der Rathaus- als auch der Paradeplatz stünden wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung, und Alternativen seien rar. Den Stadtpark etwa bezeichnet Flierl als "stockdunkel" und daher zu gefährlich für eine Aufführung mit Pferd. Aber sind beide Plätze nicht noch länger blockiert? "Es soll auf alle Fälle weitergehen", sagt Flierl. Er hofft, dass sich bis 2022 eine Lösung ergibt.

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