Strenge Regeln, gute Stimmung

Kerwa unter Corona-Bedingungen: Leutenbach zeigt, wie es geht

26.10.2021, 06:00 Uhr
Am Freitagabend sorgte die Familienband

Am Freitagabend sorgte die Familienband "Drummers – what else" für Stimmung.  © privat

Anders als es in einer anderen Gemeinde im Landkreis Forchheim geschah, wo der Ort danach zum Corona-Hotspot wurde, bewiesen die Kerwaburschen und die Verantwortlichen vom FC Leutenbach bei ihrer "abgespeckten" Kirchweih in diesem Jahr, dass derlei Feste durchaus möglich sind, ohne danach ungewollte Schlagzeilen zu machen. Dabei haben die Initiatoren auf nichts verzichtet und auch die Kerwabesucher kamen voll auf ihre Kosten.

Das hing schon einmal damit zusammen, dass man auf die Austragung dort, wo die Kerwa alljährlich stattfand (auf dem alten Sportplatz) verzichtet hatte, und das ganze Fest rund um das Vereinsheim in Dietzhof veranstaltete. "Kerwa-light" war die Überschrift und Daniel Drummer, der beim FC Concordia Leutenbach als Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und als Verantwortlicher für die Planung der diesjährigen Kerwa fungierte, hatte die derzeit geltenden Einschränkungen nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stets im Blick.

Aber auch Christian Pirmer, ebenfalls ein Vorstandsmitglied des Sportvereins als Verantwortlicher für die Essenszubereitung, hielt sich mit seinem Team genau an die Vorgaben. Alle Essensangebote an den drei Tagen gab es auch zum Mitnehmen, aber alles musste bestellt werden. Am Freitag war Fischegrillen angesagt, abends sorgte die Familienband "Drummers – what else" mit Christian, Alexander, Michelle und Judith für Stimmung. Die Bedingungen: 3G-Regel, 1,5 Meter Abstand, Handhygiene und ausreichende Belüftung.

Zusätzlich waren um das Sportheim noch Partyzelte aufgestellt, die allesamt gut besetzt waren. Die Besucherzahl war zu allen Veranstaltungen gemäß der Auflagen auf 200 Personen begrenzt. Am Samstagnachmittag gab es Kaffee, Kuchen und frisch gebackene Küchla, dann folgte das "Baamaufstelln" und später war ein "italienischer Abend" mit Pizza, Pasta und Salat angesagt.

Auch der Sport kam nicht zu kurz, am Sonntag nach dem Mittagstisch – natürlich mit Schäuferla und Klöß – spielte die 1. Mannschaft des FC Leutenbach gegen Uttenreuth (und konnte mit 2:1 vom Platz gehen). Zuvor waren schon die zweiten Mannschaften gegeneinander angetreten. Am Sonntagabend meinte es der Wettergott gut mit den Leutenbachern, das "Betznaustanzen" konnte unter freiem Himmel nach strenger 3G-Regel erfolgen, Marie Ruhland und Simon Dorsch waren die Glücklichen.

Zum Blasmusikabend am Sonntag war der Einlass nur mit Anmeldung und strenger Kontrolle möglich. Auch den Weißwurstfrühschoppen Montagfrüh – schon feste Tradition und berühmt weit über Leutenbach hinaus – wollte man sich nicht nehmen lassen, wenn auch in diesem Jahr infolge der Pandemie in abgespeckter Form. Alles in allem eine gelungene Kerwa-light.

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