Donnerstag, 21.11.2019

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Langensendelbach hat jetzt (energetisch) saniertes Rathaus

Spätestens Ende Oktober will man in die neuen Räume umziehen - 11.10.2019 09:39 Uhr

Von links: Oswald Siebenhaar, der scheidende Geschäftsleiter Bernd Meierhöfer sowie seine Nachfolgerin Doris Heid, die den neuen Bürgersaal besichtigen. © Karl Heinz Wirth


Seit einiger Zeit ist die Fassade des Rathauses im Kirchweg von den Gerüsten befreit, die das Gebäude monatelang vor Blicken schützten. Im April 2018 hat die energetische Sanierung begonnen und nun neigt sie sich dem Ende zu. Spätestens Ende Oktober will man in die neuen Räume umziehen, sagt die künftige Geschäftsleiterin Doris Heid.
„Krönender Abschluss ist die Medientechnik im neuen Bürger- und Sitzungssaal, die zwischenzeitlich installiert ist“, versichert Geschäftsleiter Bernd Meierhöfer. „Es freut mich, dass ich in die neuen Räume mit umziehen kann, bevor ich Ende November in den Ruhestand gehe.“

Ist alles erledigt, könnten sich Bürgermeister Siebenhaar und seine Geschäftsleiterin Heid einen Tag der Offenen Tür vorstellen. Wobei – arg viel Sensationelles wird es rein äußerlich nicht zu sehen geben: Die Büros haben neue, dichtere Fenster, höhenverstellbare Schreibtische und die Beleuchtung im ganzen Rathaus wurde auf LED umgestellt. Aber das meiste Geld für die Sanierung floss in Maßnahmen und Umrüstung, um künftig mehr Energie zu sparen. So verbleiben als Blickfang und Modernitätsnachweis für Besucher der Bürgersaal, der komplett neugestaltet wurde, und die jetzige Barrierefreiheit. Damit ist es endlich möglich, dass Rollstuhlfahrer an Gemeinderatssitzungen teilnehmen können.

Großes Paket wurde geschnürt

Angefangen hatte alles im Jahr 2016, als es um eine Erneuerung der Fenster ging. Sehr schnell kam die Verwaltung unter Bernd Meierhöfer darauf, dass es einen Fördertopf für die energetische Sanierung von Gebäuden gibt. KIP nannte sich dieses Angebot, „Kommunales Investitionsförderungsprogramm“. Das gewährte für die energetische Sanierung des Rathauses in Langensendelbach 356.000 Euro. Dazu musste aber mehr geschehen als nur Fenster auszuwechseln.

So schnürte der Gemeinderat ein Paket, zu dem auch der Vollwärmeschutz für das Rathaus gehörte. Die Gesamtkosten beliefen sich schließlich auf 1.222.725 Millionen Euro. Weiter wurden für die Errichtung eines Bürgersaales im Dachgeschoss Zuwendungen für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm beantragt. Hier bewilligte die Regierung von Oberfranken 182.400 Euro.

Hinzu kamen die Kosten für die Flächen des Treppenhauses sowie des Aufzugs im Dachgeschoss und die Toiletten im Obergeschoss, da es für den Bürgersaal keine separaten gibt und für die Büros im Rathaus weitere WCs plus Behindertentoilette im Erdgeschoss zur Verfügung stehen. Außerdem wurde der Raum für die Heizung im Dachgeschoss berücksichtigt.

Die Eigenmittel in Höhe von 980.000 Euro seien, erklärt Meierhöfer, aufgrund einer „soliden und gesunden Finanzlage“ vorhanden. Während der Umbauzeit musste die Verwaltung – und da wurde auch für den Bürgermeister keine Ausnahme gemacht – das Rathaus verlassen, damit dort die Bauhandwerker ungestört arbeiten konnten.
Bemerkung am Rande: Alle Mitarbeiter im Rathaus haben aus orthopädischen Gründen einen Höhenverstellbaren Schreibtisch. Nur der Bürgermeister nicht. Der nimmt es mit Humor: „Ich sitze eh nicht so oft am Schreibtisch“, lacht Oswald Siebenhaar.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet dann am 21. Oktober im neuen Bürgersaal im Dachgeschoss statt. Beginn ist um 19 Uhr. Bis dahin aber hat der Reinigungsdienst noch viel Arbeit vor sich.

Karl Heinz Wirth

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