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Lippenstift und Maske: Kleine Missgeschicke in Coronazeiten

Der Markt für dekorative Kosmetikartikel ist nahezu zusammengebrochen. - 26.11.2020 10:03 Uhr

„Oh, mein Gott, was mache ich da?“, dachte sich Anneliese Iser, als sie trotz Maske Lippenstift auftragen wollte.

25.11.2020 © Foto: Pauline Lindner


"Ich hatte mal am Anfang nicht daran gedacht, dass ich einen leuchtenden Lippenstift aufgetragen hatte; das Ergebnis beim Abnehmen war furchtbar", erzählte Gebhardt. "Das ist noch gar nichts. Ich war drauf und dran Lippenstift aufzutragen und erst der Blick in den Spiegel sagte mir, ich habe ja eine Maske auf", konterte Iser. "Danach habe ich mir eine Maske gekauft mit einem Kussmund in der Mitte."

Inzwischen sind die beiden gewitzter und verzichten auf farbige Lippenstifte. So machen es viele Frauen. "Der Markt für dekorative Kosmetik ist fast zusammengebrochen", berichtet denn auch Kosmetikfachberaterin Kathrin Schroll von der Drogerie Müller in Forchheim. Wer sich – vor allem im Berufsalltag – schminke, wähle die Halblösung, also Stirn, Augen und ein kleines Stück darunter. Schroll glaubt sogar, dass auch weniger Augen-Makeup verwendet wird. "Dekorative Kosmetik ist ein Luxusartikel", nennt sie als Erklärung. Gerade wegen der Kurzarbeit überlegten viele Menschen, ob etwas notwendig sei, ob man etwas im veränderten Alltag braucht oder ob man es auch einsparen kann.

Augen in Szene setzen

Hingegen sei der Umsatz von Pflegeprodukten für die Haut gestiegen, so Schroll. Viele, nicht nur Frauen, klagen durch das Maskentragen über extrem trockene Haut und suchen nun nach geeigneter Creme. Nicht selten hätten ihre Kunden auch plötzlich Pickel. Auch hier helfe meist nur ein Wechsel der Pflegeprodukte, wenn man – wie so viele – acht Stunden eine Maske tragen muss.

"Der Kauf von Lippenstiften ging zurück", bestätigt auch ihre Berufskollegin Graziella di Maria von der Top Parfümerie in der Hauptstraße in Forchheim. Einige Kundinnen würden schon welche kaufen, auch wenn sie den Lippenstift nicht ausprobieren dürfen. Auch die Fachberaterinnen und Kosmetikerinnen können da nur beratend helfen. "Wir dürfen nicht schminken; unser Kosmetikstudio ist geschlossen." Selbst eine Braut müsste sich derzeit selbst herrichten.

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Wer sie aktuell zur Typ- und Farbberatung befragt, dem empfiehlt sie: "Die Augen in Szene setzen." Ihre Kollegin bekennt, sie trage auch unter der Maske einen Lippenstift. Sie wähle ein Produkt, das besonders gut und lange haftet. Da fällt di Maria noch ein Tipp ein: Mit Konturenstift könne man die ganzen Lippen füllen; das mache einen frischeren Eindruck, aber Konturenstift färbe viel weniger ab, da er nicht cremig ist.

PAULINE LINDNER E-Mail

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