Montag, 18.11.2019

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Lukas Kohl feiert vierten deutschen Titel in Folge

Kunstrad-Ass aus Ebermannstadt zeigt sich in weltmeisterlicher Form - 27.10.2019 16:29 Uhr

Die Ehrenrunde auf den Schultern verdiente sich das Podiums-Trio von Moers. Mittig der alte und neue Deutscher Meister Lukas Kohl aus Ebermannstadt. © Wilfried Schwarz


In der Vorrunde hatte der fränkische Überflieger einen Absteiger in der Steiger-Rückwärtsserie zu verzeichnen. Den Drehsprung zeigte der 23-Jährige, der den ganzen Wettkampftag über von einem Fernsehteam begleitet wurde,  auf dem schweren Boden 5-fach und auch die Lenkerstanddrehung, die Lukas Kohl bei seinen Weltrekorden jeweils erweitert hatte, zeigte er so, wie er es eingereicht hatte. Mit 205,89 Zählern setzte sich der Titelverteidiger vor Marcel Jüngling (Dornheim/191,97), Max Maute (178,88) und den Überraschungs-Kandidaten Sebastian Zähringer (Unteribental/169,13).

Der langsame Boden bereitete den Teilnehmern Probleme, der fränkische Weltmeister aber wusste sich zu helfen. © Wilfried Schwarz


Dieses Quartett bestritt nach nur kurzer Erholungspause in umgekehrter Reihenfolge das Finale. Zähringer wuchs nochmal über sich hinaus,  Jüngling (179,81) und Maute (181,64) erhöhten die Vorgabe moderat. Kohl, der sich wie gewohnt am Rande unter Beobachtung des Geschehens auf der Fahrfläche auf seinen Start vorbereitete, spulte sein fünfminütiges Programm anschließend ungerührt routiniert herunter. Sattelstand, Mautesprung, Rückwärtsserie, 5-facher Drehsprung, Lenkerstanddrehung und ganz zum Schluss der Standsteiger rückwärts. Die Darbietung wurde mit 204,42 Zählern und tosendem Applaus belohnt.

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Die Karriere des Lukas Kohl: Vom Knirps zum Überflieger

Die Karriere des außergewöhnlich geschickten Kunstrad-Talentes Lukas Kohl begann in früher Jugend beim RMSV Concordia Kirchehrenbach, zunächst beim Radball. Stationen seines Aufstiegs in den vergangenen zehn Jahren bis zum dreifachen Weltmeister der Elite.


Es folgte ein Gratulationsmarathon, ehe sich Kohl bei der Siegerehrung das Deutschland-Trikot und die Gold-Medaille überreicht bekam. Danach ging es zusammen mit Maute und Jüngling auf den Schultern von anderen Sportlern auf die obligatorische Ehrenrunde. „Im Finale hat man allen angemerkt, dass die Bedingungen heute nicht einfach waren. Ich habe das super hinbekommen. Ich bin richtig glücklich“, kommentierte Kohl, der nun schon wieder die WM-Vorbereitung in den Blick nimmt.

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Die gängigsten Figuren beim Kunstradfahren

Spektakulär sieht Kunstradfahren für die meisten Beobachter aus, die aber nur wenig über die zig unterschiedlichen Figuren wissen, die bewerten werden. Der Kichehrenbacher Lukas Kohl versucht sich an einer Erklärung: In Grundposition wird entweder Niederrad mit beiden Rädern am Boden oder im Steiger nur auf dem Hinterrad gefahren. Fast alle Variationen können vor- und rückwärts ausgeführt sowie eine halbe oder ganze Runde, in S- oder Achter-Form gehalten werden.


Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt

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