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Samstag, 11.07.2020

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Mit Dampf in die neue Saison: Museumsbahn startet in der Fränkischen Schweiz

Ab 7. Juni geht es wieder los zwischen Ebs und Behringersmühle - 04.06.2020 12:00 Uhr

Die Museumsbahn, hier unterhalb der Burgruine Neideck, startet mit coronabedingten Einschränkungen endlich in die Saison.

© Florian Fraaß


Das lange Warten für Fans der Museumsbahn im Wiesenttal hat ein Ende: Am 7. Juni starten die Fahrten mit den historischen Zügen zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle wieder. Fahrkarten sind aber nur online buchbar.

Nachdem in Bayern ab Ende Mai auch wieder Verkehre touristischer Bahnen zugelassen sind, hat der Verein "Dampfbahn Fränkische Schweiz" (DFS) entschieden, den Museumsbahnverkehr auf der vereinseigenen Strecke zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle ab dem 7. Juni wieder aufzunehmen.

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Anheizen und wienern: Die älteste Museumsbahn Frankens

Der Dampfbahn Fränkische Schweiz e. V. ist ein seit dem 16. April 1974 bestehender Verein in Ebermannstadt, der sich dem Betrieb und Erhalt einer Museumsbahn auf der ehemaligen Bundesbahnstrecke Ebermannstadt–Behringersmühle im Wiesenttal verschrieben hat. An der ältesten Museumsbahn Frankens gibt es jede Menge zu tun, wir haben uns für Sie umgesehen.


Freilich wird dies nur unter erheblichen Einschränkungen möglich sein, wie Stephan Schäff vom Vorstand der DFS betont: "Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln führt dazu, dass wir Fahrkarten ausschließlich online mit Sitzplatzreservierung verkaufen können. Lediglich Fahrkarten für eventuell verfügbare Restplätze können vor Ort, am Schalter im Bahnhof Ebermannstadt, erworben werden." Weitere Informationen und den Link zum Online-Kauf der Fahrkarten finden sich auf der Homepage der DFS unter www.dampfbahn.net/fahrkarten.

Nur ein Bruchteil der Plätze

Angesichts der andauernden Pandemie-Situation wird die DFS nur einen Bruchteil der Plätze des Museumszuges belegen. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung werde während der Fahrt zur Pflicht, so wie das auch im ÖPNV der Fall sei. "Das sind wir der Gesundheit unserer Fahrgäste und unseres ehrenamtlichen Personals schuldig", so der Schriftführer. Die in ihrer Freizeit tätigen Museumsbahner haben das Hygienekonzept beim Gesundheitsamt eingereicht.

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"Wir hoffen natürlich, dass unsere Besucher Verständnis für die Einschränkungen haben", unterstreicht Schäff. "Wir bedauern selbst, dass wir in der gegenwärtigen Situation das Sitzplatzangebot im Zug reduzieren müssen, um die Mindestabstände sicherzustellen."

Die Museumszüge fahren ab dem 7. Juni an allen Sonn- und Feiertagen nach festem Fahrplan: Jeweils um 10.05 Uhr, 14.05 Uhr und 16.05 Uhr ab Ebermannstadt und um 11.05 Uhr, 15.05 Uhr und 17.05 Uhr ab Behringersmühle. In Ebermannstadt besteht Anschluss von und zu den Zügen des Nahverkehrs aus beziehungsweise nach Forchheim.

An den ersten drei Betriebstagen, dem 7., 11. und 14. Juni, werden die Züge der Museumsbahn von einer historischen Diesellok bespannt. "Wir sind zwar von unserem Hygienekonzept überzeugt, wollen aber gleichwohl erst einmal Erfahrungen sammeln, denn wir sind alle – wie die Gesellschaft insgesamt - in dieser Ausnahmesituation auch Lernende. Die Chance zum Nachsteuern muss gegeben sein", so Stephan Schäff.

Keine Bewirtung möglich

Erstmals am Sonntag, dem 21. Juni wird damit in dieser Saison der Dampfzug im Wiesenttal verkehren. Aber auch da gilt: Fahrkarten sind nur online buchbar. Um Verständnis bitten die Dampfbahner auch, dass es an den Dampfzugbetriebstagen leider bis auf weiteres keine Bewirtung im Zug geben wird.

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Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Immerhin konnte mittlerweile unter strikten Auflagen auch der Werkstattbetrieb der Museumsbahn wieder aufgenommen werden. "Das ist eine zentrale Voraussetzung, um überhaupt fahren zu können", weiß Stephan Schäff.

"Schließlich brauchen die historischen Fahrzeuge die laufenden Einsatz- Untersuchungen. Und weder eine Dampflok, noch eine historische Diesellok lassen sich mit einem Knopfdruck in Betrieb setzen".

In der durch die Corona-Krise verlängerten Winterpause konnten im Übrigen bereits zwei Weichen in Ebermannstadt und Muggendorf sowie mehrere Bahnübergänge im Rahmen des Denkmalprojektes saniert werden. In Kürze werden Sanierungsmaßnahmen an drei Brücken hinzukommen.

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