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Nach eineinhalb Jahren: Kaiserpfalz-Mauer wird repariert

Lkw-Fahrer hatte ein Loch in die Mauer gerissen - Lösung mit Glasscheibe wieder verworfen - 16.07.2019 16:35 Uhr

Zwei Steinmetze schließen das Loch in der Mauer der Kaiserpfalz – und damit auch ein Kapitel, das die Forchheimer eineinhalb Jahre beschäftigt hat.


Ist das nun das letzte Kapitel der unendlichen Geschichte? Im Dezember 2017 blieb ein Lkw-Fahrer an einem Stromkabel hängen, das über die Mauer der Kaiserpfalz führte. Der Fahrer gab Gas – und riss damit ein großes Loch in die Mauer. Was zunächst nach einem zwar ärgerlichen, aber doch recht zügig zu behebenden Schaden aussah, wurde in den folgenden Monaten zu einer Bürokratie-Odyssee.


Lkw reißt Mauerstück an der Kaiserpfalz heraus


Das Problem: Weil der Verursacher von der Polizei nicht ermittelt werden konnte, wollte die Versicherung auch nicht den Schaden übernehmen. Im Februar diesen Jahres erklärte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) die Verhandlungen für gescheitert. Seit dieser Woche laufen nun die Bauarbeiten, um das Loch wieder zu schließen. Dafür musste auf der Innenseite des Grabens extra ein Gerüst errichtet werden. Ein bis zwei Wochen werden die Arbeiten dauern, denn die Steinquader müssen erst zurechtgeschnitten und zusammengesetzt werden.

Zwischenzeitlich hatte die Stadtverwaltung auch mit dem Gedanken gespielt, die Lücke statt mit Sandstein mit einer Glasscheibe zu versehen, um einen besseren Blick auf dem Graben und das Gebäude selbst zu ermöglichen. Diese Idee hat man allerdings wieder verworfen.

Auch ein unbekannter Künstler hatte sich im Herbst 2018  an der Mauer verewigt - zumindest für kurze Zeit. Der Unbekannte setzte eine Styropor-Wand in die Lücke und hinterließ darauf eine Botschaft.  

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trk

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