Samstag, 14.12.2019

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Neue Kirschenkönigin der Fränkischen Schweiz kommt aus Langensendelbach

Jury wählte die 24-jährige Rebecca Daut - 03.05.2019 17:27 Uhr

Kirschenkönigin Rebecca I. aus Langensendelbach. © Johannes Postler


Bei Kirschprosecco, Kirschpralinen und diversen Snacks ist die neue fränkische Kirschenkönigin Rebecca Daut alias Rebecca I. von Landrat Hermann Ulm in der Hauptfiliale der Sparkasse Forchheim gekrönt worden. Bei ihrer offiziellen Amtseinführung trägt die neu ernannte Regentin ein selbst geschriebenes Gedicht vor, welches die Schönheit der Fränkischen Schweiz lobt. "Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen", sagte Kirschenkönigin Rebecca I.

Eine Jury bestehend aus Tourismusexperten, Vertretern des Obstbaus, der Landwirtschaft und der Wirtschaftsförderung entschied sich für die 24-jährige Verwaltungsfachwirtin aus Langensendelbach, die vor vier Jahren den elterlichen Betrieb übernahm und seitdem mit ihrem Partner zusammen nebenberuflich im Kirschenanbau tätig ist. Wie ihre Vorgängerin Sandra I. hat Rebecca seit ihrer Kindheit einen besonderen Bezug zu Kirschen und deren Anbau.

Ehrenamtlich aktiv

Rebecca fühlt sich ihrer fränkischen Heimat zutiefst verbunden und engagiert sich neben ihrer neuen ehrenamtlichen Tätigkeit als Kirschenkönigin auch weiterhin in der Feuerwehr, im Schützenverein und ist Kerwasmadla in Pinzberg. Sie möchte sich für den Schutz der Kirschbäume einsetzen und Politikern verdeutlichen, wie wichtig der Erhalt des Obstanbaus ist.

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Die Fränkische Schweiz zählt zu den größten, zusammenhängenden Kirschenanbaugebieten Europas. Rund 90 Prozent der bayerischen Süßkirschen stammen von den 200 000 Kirschbäumen aus dieser Region, welche auf 2500 Hektar verteilt stehen und von 1950 Landwirten, die in einem Vertriebsverband zusammengefasst sind, gepflegt werden.

Bis zu 8000 Tonnen Kirschen

Je nach Wetterverhältnissen schwanken die regionalen Erntemengen zwischen 1000 und 8000 Tonnen Süßkirschen jährlich, welche von Anfang Juni bis Ende Juli nach einer circa 60-tägigen Reifezeit geerntet werden. Laut dem fränkischen Obstbauernverein besteht mittlerweile durch den Anbau auf schwierigem Boden die Möglichkeit Kirschbäume maximal vier Meter hoch werden zu lassen.

Dies erleichtert die Ernte- und Pflegearbeiten und verringert die Unfallgefahr. Ein weiterer Vorteil kleinkroniger Baumformen ist die Möglichkeit der Überdachung. Hierdurch können die Kirschen bei Niederschlägen vor dem Aufplatzen geschützt werden.

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"Die Kirschblüte ist eine ganz besondere Zeit jedes Jahr. Man muss nicht um die halbe Welt nach Japan fliegen, wenn man diese Blütenpracht direkt vor der eigenen Türe hat", betont die neue Kirschenkönigin Rebecca I.

Bewerberzahlen sinken

Obwohl die Kirsche in der Region eine bedeutende Rolle einnimmt, haben sich diesmal für das Amt der Kirschenkönigin nur drei junge Frauen beworben, was einen Rückgang der Bewerberinnenzahl um die Hälfte bedeutet. Hauptkriterien für das zweijährige Amt sind Volljährigkeit, ein direkter Bezug und fundierte Kenntnisse zum Kirschenanbau.

Einer der ersten großen Auftritte der neu gekrönten Repräsentantin der Kirschen wird am Freitag, 19. Juli, auf dem 51. fränkischen Kirschenfest in Pretzfeld stattfinden. Darüber hinaus werden weitere Termine auf Obstfachmessen, Genossenschaftsveranstaltungen und verschiedenen Events folgen, wie zum Beispiel der Consumenta in Nürnberg und der Grünen Woche in Berlin.

JOHANNES POSTLER

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