Samstag, 04.04.2020

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Neuer Klinikchef hält den Job in Forchheim für machbar

Sven Malte Oelkers tritt die Nachfolge von Reinhard Hautmann an - 16.07.2016 10:00 Uhr

Der neue Mann an der Klinik-Spitze: Sven Malte Oelkers. © Foto: Anestis Aslanidis


„Außerordentlich“, das ist das Wort, das Oberbürgermeister Uwe Kirschstein bei der Vorstellung des neuen Klinikdirektors nicht nur einmal in den Mund nimmt. Er, Kirschstein, freue sich „ganz außerordentlich“, dass sich mit Sven Malte Oelkers das alte Krankenhaus-Kapitel schließe und ein neues Kapitel geöffnet werde. Überdies sei der Jahrgang 1977, Oelkers Geburtsjahr, ein „außerordentlich guter Jahrgang“ (Kirschstein ist ebenfalls im Jahr 1977 geboren).

Seine beiden „Steckenpferde“ Medizin und Betriebswirtschaft bringt Oelkers in seinen neuen Posten ein, er war viele Jahre lang Rettungssanitäter bei den Maltesern und beim Roten Kreuz und bringt Verständnis für die medizinischen Nöte und Bedürfnisse der Patienten mit.

Die Region Forchheim ist für Oelkers nicht unbekannt, er studierte in Bamberg Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsökonomie“, arbeitete beim Klinikträger Sozialstiftung Bamberg und war ab 2010 bei Asklepios. Seine Aufgabe, die frisch übernommenen Kliniken im Landkreis Schwandorf verwaltungsmäßig in den Asklepios-Konzern zu integrieren, kommt ihm auch in Forchheim zu Gute. „Das sind Erfahrungen, die man nicht so oft machen darf.“

Viele Themen sieht Oelkers aktuell auf sich zu kommen. „Die ganze Krankenhaus-Branche ist im Umbruch.“ Wichtig sei ihm, das Klinikum Forchheim „wirtschaftlich und medizinisch weiter fortzuführen“. Denn die Messlatte, die Reinhard Hautmann nach 40 Jahren gelegt habe, sei zwar hoch, aber, so Oelkers selbstbewusst, „eine große, machbare Herausforderung“.

Ab Anfang September, und damit bereits vier Wochen früher als erwartet, tritt Oelkers seinen Dienst an, dann will er sich auch den Ärzten im Klinikum vorstellen. Ganz wichtig sei ihm, „gute Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen“. Die Arbeit des Pflegepersonals müsse mehr Wertschätzung erfahren.

Angesprochen auf eine mögliche Fusion der beiden Krankenhäuser Forchheim und Ebermannstadt gibt sich Oelkers bedeckt: Aus der Presse habe er davon erfahren, erzählt er auf Nachfrage. „Das ist eine politische Entscheidung“, meint der 39-Jährige, aber selbstverständlich werde er seinen Sachverstand einbringen, wenn man sich für eine Fusion entschieden haben.

BIRGIT HERRNLEBEN

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