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Open-Mind-Festival in Gräfenberg feiert Toleranz

Vielfältige Musik gegen einfältige Entwicklungen in der Gesellschaft - 10.09.2017 21:00 Uhr

Vier Bands, darunter die Formation „Me & Reas“, spielten auf dem Gräfenberger Open-Mind-Festival. Vom schlechten Wetter ließen sich die Besucher nicht abschrecken.

10.09.2017 © Foto: Roland Huber


2016 hätte das letzte Jahr für das Festival werden können, denn ursprünglich sollte die Veranstaltung nach zehn Jahren ein Ende finden: "Aufhören, wenn’s am schönsten ist", hieß es damals aus der Reihen der Veranstalter. Glücklicherweise haben sich genug Ehrenamtliche bereit erklärt, das Festival weiterzuführen. Seinen Ursprung fand es als Gegendemonstration zu den Nazi-Aufmärschen in Gräfenberg.

Bunte Töne

Für musikalische Unterhaltung sorgten vier Bands aus verschiedensten Musikrichtungen. Das Festival ist getreu seinem Motto die "Heimat bunter Musik". Den Anfang machten die Musiker der Indie-Folk-Band "Me & Reas", gefolgt von "Wir bringen kalten Kaffee mit" aus Kassel, die nicht nur mit einem skurrilen Namen, sondern auch mit extravaganten Texten aufwarteten.

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Das Bürgerforum Gräfenberg verwandelte am Samstag ihren Marktplatz in ein Festival-Gelände. Mit einem bunten Kinderprogramm und Livebands sollten besonders junge Menschen auf die Themen Offenheit und Toleranz aufmerksam gemacht werden.


Neben den Nürnbergern "YOTHO" trat bereits zum zweiten Mal die Band "#zweiraumsilke" auf. Unter Bands ist das Festival durchaus begehrt, es gibt immer mehr Anfragen an die Organisatoren. "Das Festival hat sich einen Namen gemacht", sagt Kasch. Es sei das Ziel, Newcomer-Bands aus der näheren Umgebung eine Plattform zu bieten.

Kinder verzaubert

Für Kinder war am Nachmittag für reichlich Unterhaltung gesorgt. Es trat der Zauberer Matzelli auf, auch Kinderschminken wurde angeboten.

Dass das Festival stattfinden kann, ist vor allem den 40 Sponsoren zu verdanken, die finanziell den Organisatoren dieses Jahr finanziell unter die Arme gegriffen haben. "Oft sind es mittelständische Unternehmen die 50 Euro spenden und voll hinter dem Festival stehen", sagt Sebastian Dennerlein, der sich um die Sponsorensuche gekümmert hat. Die Suche habe bereits im Februar angefangen, laufe aber das ganze Jahr über.

Ob das Festival auch nächstes Jahr wieder stattfinden wird, steht noch nicht fest. "Das kommt auf die Phase nach dem Festival an", sagt Franziska Kasch. Prinzipiell gebe es aber einen festen Stamm an Ehrenamtlichen, der sich motiviert für das Open-Mind-Festival einsetzt. Fortsetzung könnte also folgen.

 

JULIAN HÖRNDLEIN

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