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Sonntag, 21.07.2019

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Pretzfeld: Prekarius weist auf Missstände hin

Holziger Heiliger mit mahnendem Charakter zieht durch Bayern - 19.12.2015 17:00 Uhr

Pfarrer Florian Stark liest in den Dokumenten, die den heiligen Prekarius (Mitte) auf seinen Weg durch die bayerischen Diösesen begleiten. Der Holz-Heilige weist auf prekäre Arbeitsverhältnisse hin. © Foto: Wilfried Roppelt


„Man kann Gott nicht achten, wenn man die kleinsten Arbeiter nicht achtet“, sagte der Gründer der Christlichen Arbeiter Jugend (CAJ) Joseph Leon Kardinal Cardijn. Diese Aspekte - prekäre Arbeitsverhältnisse führen zu ethischem und sozialem Notstand - hat Florian Stark, Pfarrer von St. Kilian in Pretzfeld und CAJ-Kaplan für sich aufgenommen und hat kürzlich mit Jugendlichen einen Gottesdienst  gefeiert, bei dem der „Heilige“ Prekarius im Mittelpunkt stand.

Prekarius ist nicht in den Kirchenbüchern verzeichnet, soll aber dennoch auf prekäre Arbeitssituationen wie Zeit- und Leiharbeit, Bezahlung unter dem Mindestlohn, unterschiedlicher Lohn für gleiche Arbeit, hinweisen — in denen viele unserer Mitmenschen gefangen sind. Der katholische Jugendverband hat sich mit der Kampagne „Fair statt prekär“ auf die Fahne geschrieben, verstärkt auf die Missstände in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen.

Seit Jahren wandert nun die symbolische Holzfigur durch die bayerischen Diözesen. Der offizielle Gedenktag dieses Heiligen ist der 29. Februar; da er alle vier Jahre stattfindet - wie auch 2016, ist dies ein „prekärer Tag“. Bis zur Weitergabe an das Bistum Passau wird die Figur in der Pfarrkirche stehen. 

wro

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