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Schwimm-Talent freut sich auf EM in Kazan

Die Forchheimerin Annalena Wagner hat ihr Saisonziel 2019 erreicht - 08.06.2019 10:27 Uhr

Annalena Wagner ist die zweitschnellste Rückenschwimmerin ihres Jahrgangs in Deutschland. © Foto: Ulrich Schuster


Große Ziele setzt sich Annalena Wagner gerne. Zum einen, weil sie eine ordentliche Portion Ehrgeiz besitzt, zum anderen, weil die 17-jährige Forchheimerin Jahr für Jahr immer ein wenig schneller schwimmt.

Angefangen hat das, so erzählte sie einst, im Königsbad. Vom Schwimmkurs ging es zum Schwimm-Verein, als sie dort bald schneller als ihre Trainer war, wechselte sie zur Leistungsgruppe der SG Mittelfranken zu Roland Böller. Der hat reihenweise schon Schwimm-Talente zu Europa- und Weltmeistern geformt, auch olympische Medaillengewinner waren schon dabei. Für Annalena Wagner sind die Olympischen Spiele zwar schon ein Traum, langfristige Ziele aber sind nicht so ihr Fall. "Ich setze mir lieber vor jeder Saison kurzfristige, realistische Ziele", sagt sie. Vor dieser Schwimm-Runde war das die Junioren-Europameisterschaft im russischen Kazan, die Ende Juli stattfindet. Die Normzeit schwamm Wagner, eine Rückenspezialistin, bereits bei den German Open – dann aber spannte sie der Schwimm-Verband noch auf die Folter, ehe vor kurzem endlich die Nominierung bei der SG Mittelfranken ins Postfach flatterte.

"Ich bin überglücklich, das war mein großes Ziel und gleichzeitig ist die Junioren-EM mein bislang größter Erfolg." Vor zwei Jahren bereits war Annalena Wagner beim European Youth Olympic Festival gestartet, es war der erste internationale Auftritt. Nun also folgt die nächste Stufe – die höchste, die man 2019 als Juniorenschwimmerin erreichen kann, sieht man von der Qualifikation für die Erwachsenen-EM ab. "Davon", sagt Annalena Wagner, "bin ich aber noch weit entfernt." Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Berlin holte sie sich drei Mal Bronze. Allerdings war sie da nicht auf dem Höhepunkt ihrer Vorbereitung. "Potenzial nach oben", sagt sie, "spüre ich noch." Damit der Leistungssport besser mit dem Stundenplan vereinbar ist, wechselte die bisherige Gymnasiastin auf die Bertolt-Brecht-Sportschule nach Nürnberg. Neunmal kann sie so trainieren – und noch schneller werden. Egal ob kurz- oder langfristig: Ziele hat sie noch viele.

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