14°

Donnerstag, 04.06.2020

|

Spannung bei der Bürgermeisterwahl

Im Kunreuther Gemeinderat waren nicht alle von der Personalie Edwin Rank überzeugt - 09.05.2020 15:15 Uhr

Der neue Gemeinderat in Kunreuth vor dem Rathaus: Vorne Bürgermeister Ernst Strian, links davon sein Stellvertreter Edwin Rank. © Franz Galster


Eingangs vereidigte Strian die neuen Gemeinderäte Philipp Ochs (JB) und Fabian Strian (Die jungen Kunreuther).

Georg Hötzelein (CSU/Bürgerblock) nahm das Vorschlagsrecht für die Weingartser wahr. Er verwies auf das hohe Ergebnis von annähernd 50 Prozent für Edwin Rank bei der Bürgermeisterwahl. Es sei eine Verpflichtung an die Wähler, ihn zum Zweiten Bürgermeister zu nominieren. "Du polarisierst zu sehr, das habe ich im Wahlkampf gesehen. Die Kunreuther Gemeinderäte müssen auch ihre Meinung einbringen", meldete sich Bernd Wohlhöfer (BLE) deutlich direkt an Rank. Stattdessen schlug Wohlhöfer Sandra Schmitt (CSU/Bürgerblock) als Kandidatin vor, die davon offensichtlich selbst überrascht war. Eine erste Kraftprobe des jungen Gemeinderates in einer ungewohnten Konstellation.

Letztlich zeigte das Ergebnis wieder eine Übereinstimmung im Rat. Von den 13 Stimmen gab es eine klare Mehrheit von acht Stimmen, die auf Rank entfielen, drei entfielen auf Sandra Schmitt und zwei auf Bernd Wohlhöfer. Bürgermeister Ernst Strian nahm Rank anschließend den Amtseid ab.

Offen war zunächst die Frage um einen möglichen Dritten Bürgermeister. Die Mehrheit bevorzugte eine Regelung wie bisher, nämlich zwei Bürgermeister und zusätzlich, wenn wider Erwarten beide verhindert sein sollten, einen ehrenamtlichen Vertreter aus dem Gemeinderat. Dieser hätte dann die Funktion eines Dritten Bürgermeisters. Einen Rat von vornherein mit diesem Titel zu versehen, sei angesichts einer kleinen Gemeinde überzogen, so die einhellige Meinung. Bernd Wohlhöfer wurde als ehrenamtlicher Bürgermeister-Vertreter bestimmt.

 

Entschädigung nicht öffentlich

 

Die alte Geschäftsordnung soll noch bis zur Verabschiedung der neuen Änderungssatzung in der nächsten Sitzung gelten. Dabei wird das Sitzungsgeld von 25 auf 30 Euro angehoben. Nicht behandelt in der öffentlichen Sitzung wurde die Aufwandsentschädigung des Ersten Bürgermeisters.

Neu gebildet soll dann auch ein Finanz- und Haushaltsausschuss werden. Auf Grund der Erfahrungen der Corona-Pandemie wird auch ein Ferienausschuss erwogen, um auch im kleineren Kreis handlungs- und beschlussfähig zu sein. Rank schlug zudem die Installation eines Digitalisierungs- und Medienbeauftragten vor. Dieser könnte nach seinen Vorstellungen auch Ansprechpartner für die Bevölkerung sein. Diese Funktion wurde aber nicht besetzt.

Strian schwebt ein digitales Rathaus vor mit einem Rat-Infosystem, mit Zugriff auf das Internet über WLAN.

FRANZ GALSTER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Kunreuth