Stadt Forchheim will eigenes Gutachten zur Westumfahrung

24.2.2017, 08:44 Uhr
Die Belastung durch Lkw ist in Kersbach schon länger ein Thema.

Die Belastung durch Lkw ist in Kersbach schon länger ein Thema. © Roland-Gilbert Huber-Altjohann

Dass Forchheim sich nun auch in die Planungen für die Umfahrung von Neunkirchen einklinkt, hängt mit Effeltrich zusammen. Von dort nämlich hat die Stadt die Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens bekommen, versehen mit dem Hinweis, mal drauf zu schauen, ob nicht auch Forchheim Bedenken haben sollte. Das hat die Verwaltung nach Durchsicht der Unterlagen durchaus, wie Bauamtsleiter René Franz im Stadtrat erläuterte.

Ähnlich wie die Effeltricher befürchtet nun auch Forchheim, dass durch den Bau einer Umgehungsstraße bei Neunkirchen, dem Lkw-Verkehr eine neue Perspektive gegeben wird, und zwar dem, der von der A 9 bei Schnaittach herüber zur A 73 Forchheim-Süd möchte. Tritt diese Folge ein, dann würden deutlich mehr Lkw durch Kersbach brummen. In den Unterlagen heißt es dazu: zwischen 300 und 600 Fahrzeuge mehr am Tag.

Um mehr Klarheit über die Auswirkungen zu schaffen, fordert die Stadt nun ein gesondertes Gutachten. Im Stadtrat fand das Vorgehen der Verwaltung einhellig Zustimmung. CSU-Stadtrat Udo Schönfelder dachte noch einen Schritt weiter: Langfristig sollte man sich auch mal Gedanken machen, ob eine Umgehung Kersbach sinnvoll sei oder nicht. Die Freien Wähler betonten, sie hätten schon seit Jahren darauf hingewiesen, dass sich durch die Westspange, der Lkw-Verkehr in Kersbach erhöht hat. Für sie ist klar: "Die Umfahrung Neunkirchen wird das verstärken. Warum muss die Stadt da von Effeltrich darauf hingewiesen werden?", wunderte sich Ludwig Preusch eher rhetorisch.

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