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Montag, 19.04.2021

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Symbolischer Baubeginn für das Nahwärmenetz

Das Gräfenberger Projekt geht an den Start und soll bis Oktober fertig sein - 08.04.2021 10:06 Uhr

Schönes Fotomotiv, aber für den Baufortschritt tatsächlich völlig nutzlos: Der symbolische Spatenstich für das Gräfenberger Nahwärmenetz erfolgte in einen eigens dafür auf dem Gehweg aufgeschütteten Erdhaufen.

07.04.2021 © Foto: Roland Fengler


Schneeflocken und ein eiskalter Wind pfiffen dem Bürgermeister und seinen Gästen um die Ohren, als der Auftakt zu den Bauarbeiten gefeiert wurde. Man wolle für die Bürger der Stadt eine Alternative zu fossilen Brennstoffen zur Verfügung stellen, sagte Kunzmann. Bislang hätten 43 Haushalte ihr Interesse an einem Anschluss bekundet.

Dazu kommen noch sieben öffentliche Gebäude. Mit dem Nahwärmenetz sollen einmal rund 260 000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden. Damit vermeide man dann den Ausstoß von rund 750 Tonnen CO2 im Jahr. Gleichzeitig fände das rund um die Stadt Gräfenberg reichlich vorhandene Brennholz aus den Wäldern eine sinnvolle Verwendung vor Ort.

Investition von 2,3 Millionen

Vom "Beginn eines großartigen Beitrags der Stadt Gräfenberg für die Energiewende" spricht in Anbetracht des Baubeginns der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber in einem Brief. Die Regierung von Oberfranken gewährt für das Projekt, das voraussichtlich knapp 2,3 Millionen Euro kosten wird, einen Zuschuss von rund 1,1 Millionen Euro.

"Durch die konsequente Nutzung von Holzhackschnitzeln wird nicht nur die regionale und nachhaltige Wertschöpfung gefördert, sondern auch ein sehr guter Primärenergiefaktor erreicht", lobt Dominik Bigge, der Klimaschutzmanager des Landkreises Forchheim, in einer E-Mail. Wie der Bürgermeister betonte, ist es nach wie vor noch möglich, dass sich Haushalte an das neue Leitungsnetz anschließen lassen.

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