THW-Helfer sind in der Flüchtlingsarbeit gefragt

30.9.2015, 06:00 Uhr
Zusammen mit Kollegen des Patenortsverbands Pirna haben THW-Helfer aus Kirchehrenbach in einem Steinbruch bei Gräfenberg verschiedene Einsatz-Szenarien trainiert, darunter den Bau einer Seilbahn.

Zusammen mit Kollegen des Patenortsverbands Pirna haben THW-Helfer aus Kirchehrenbach in einem Steinbruch bei Gräfenberg verschiedene Einsatz-Szenarien trainiert, darunter den Bau einer Seilbahn. © Foto: privat

Am Samstagvormittag machten sich die Teilnehmer für die Übung mit einer Fahrzeugkolonne auf den Weg zu einem Steinbruch bei Gräfenberg. Bereits die Kolonnenfahrt war Bestandteil der Übung, bei der die Kraftfahrer der Fahrzeuge gefordert wurden.

 Für die Übung hatten sich die Zugführer vier verschiedene Einsatzszenarien überlegt. Im vorderen Bereich des Steinbruchs musste ein Zugang zur anderen Seite eines Gewässers hergestellt werden. Hierzu bauten die Helfer mit Hilfe des sogenannten Einsatzgerüstsystems einen freitragenden Steg.

Ein paar Meter weiter bereitete eine zweite Gruppe die Ausrüstung für das Anheben einer Betonplatte vor. Bevor damit begonnen werden konnte, mussten die Helfer eine Tauchpumpe einsetzen, um die Betonplatte freizulegen.

Auf einer höheren Ebene hatte eine dritte Gruppe ihren Einsatzort zugeteilt bekommen. Ihre Aufgabe bestand darin, eine Seilbahn zur tiefer liegenden Ebene zu bauen, um Ausrüstung und Material transportieren zu können.

Betten transportiert

Parallel zum Übungswochenende waren THW-Helfer aus Kirchehrenbach und Forchheim mit Fahrzeuggespann im Rahmen der Flüchtlingshilfe in ganz Bayern unterwegs. Sie hatten den Auftrag, Betten und weitere Ausstattung in Augsburg aufzunehmen und nach Schweinfurt zu transportieren.

Am Sonntag waren zwei weitere Helfer aus Kirchehrenbach nicht mehr beim Besuch der Kollegen aus Pirna dabei: Über das Wochenende hatte der Ortsverband einen weiteren Einsatzauftrag erhalten. Die Helfer lösten in Straubing bereits eingesetzte THW-Helfer von ihrem Einsatz ab.

Zusammen mit anderen Organisationen, darunter dem DRK und der Bundeswehr, wurden sie mit dem Auf- und Ausbau eines Bereiches in der Gäubodenkaserne als Warteraum für 5000 Flüchtlinge sowie der Ertüchtigung für den Betrieb im Winter beauftragt.