19°

Freitag, 03.07.2020

|

"Totales Rennfeeling" für Forchheimer Triathleten

Wertvolle Erfahrungen beim ersten e-Radrennen in der Geschichte der Bundesliga - 29.06.2020 12:57 Uhr

Hirschgeweih und Werkzeugwand: Vor diesem „Panorama“ war Christian Seeberger der schnellste SSV-Rennfahrer. © Foto: SSV


Das Team des SSV Forchheim hatte diese Probleme nicht, sammelte wichtige Erfahrungen und hatte immerhin eine erste Standortbestimmung in einer der drei Teildisziplinen während der Corona-Zeit. Offiziell spielt dieser Wettkampf keine Rolle, so dass Platz neun unter zehn Teams kein Beinbruch ist.

 

Jungstars waren gesetzt

 

Lange hatte man beim SSV über die Aufstellung gehirnt. Letztlich entschied man sich dazu, den jungen Starten bei dieser Premiere den Vortritt zu lassen. So waren Alex Häberle und Micha Grosch als Jungstars gesetzt. Das fünfköpfige Teams komplettierten Christian Seeberger, Felix Grampp und Steffen Lotter, die Forchheimer Topstarter aus Österreich werden bei den nächsten Rennen wieder einsteigen.

Interessante Beobachtung des Ligenverantwortlichen Lotter: "Es herrschte totales Rennfeeling, obwohl man ja daheim auf der Terrasse oder im Keller strampelte. Die Aufregung hätte nicht größer sein können." Zu absolvieren waren 42 Kilometer Strecke mit virtuellen 300 Metern.

Die Startaufstellung richtete sich danach, wie schnell man sich einloggte. Das war exakt 30 Minuten vor dem Rennen möglich. Lotter selbst hatte sich vier Sekunden nach dem Countdown eingeloggt und stand an Stelle 168 von 270 Startern. Keine gute Ausgangsposition.

Zu Beginn des Rennens wurde ordentlich Druck gemacht. Neben der 2. Bundesliga Süd starteten auch die 1. Bundesliga und die 2. Bundesliga Nord. Überraschend gut konnten Christian Seeberger und Felix Grampp bis zum ersten langen Berg die Spitzengruppe halten. Für Steffen Lotter, Alex Häberle und Micha Grosch war der Respekt, schon in den ersten fünf Minuten weit über die Belastungsgrenze zu gehen, zu groß. Im Hinterkopf wusste man ja, dass das Rennen rund eine Stunde dauern würde.

Grampp und Seeberger verhielten sich taktisch extrem gut. Obwohl sie im Durchschnitt die gleichen Wattwerte wie Lotter aufwiesen, waren sie deutlich schneller, weil sie mehr Windschatten fahren konnten.

Deutschlands aktuell schnellster Triathlet auf die kurze Distanz, Jonas Schomburg, schloss nur knapp 2 Minuten vor Seeberger ab, er musste sogar einigen den Vortritt lassen, die er im realen Rennen sicher geschlagen hätte. Aber das gute Fahrgefühl war vor dem PC nicht gefragt.

Gewertet wurden die drei Besten jeder Mannschaft. Seeberger als 16., Grampp als 22. und Häberle als 30. brachten den SSV auf Platz neun der 2. Liga Süd, Lotter als 31. und Grosch als 41. kamen nicht in die Wertung. Ärgerlich: Der oberfränkische Rivale Team Icehouse aus Bayreuth schnitt mit Platzziffer 66 nur hauchdünn besser ab als die Forchheimer.

nn

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Forchheim