Donnerstag, 21.11.2019

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Viele Rekorde und ein Mythos: Eichertreffen in der Fränkischen Schweiz

Treffen in Affalterthal kommt krebskranken Kindern zu Gute - 02.09.2019 17:57 Uhr

Unzählige Besucher waren am Wochenende in Affalterthal zu Gast. Es lockten: zig Eicher und so mancher Rekord. Egloffsteins Bürgermeister Stefan Förtsch moderierte am Wochenende. © Foto: Reinhard Löwisch


Unzählige Besucher wollten im Lärm PS-schwacher Motoren, im Gestank der Auspuffgase, umringt von vielen Männern auf ein Display schauen, um zu sehen, ob der Eicher 35 oder doch nur noch 31 PS an Kraft leisten kann.

Eicherfahrer sind Tüftler, das hat auch der Eicher-Mechaniker-Meister Anton Glasl bei seinem Motorenlehrgang öfters gezeigt: Man braucht selbst gemachtes Spezialwerkzeug, das Wissen um die Funktion des Motors und viel freie Zeit, wie der Organisationsleiter Dieter Porisch sagt, der viele hundert Stunden in die Restauration des Eichers gesteckt hat, der dann für einen Euro verlost worden ist.

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Ackern bis es staubt und brummt: Eichertreffen in Affalterthal

An die 100 Fans des ehemaligen Traktoren-Herstellers Eicher kamen am Wochenende mit ihren Gefährten nach Affalterthal (Markt Egloffstein) in die Fränkische Schweiz. Während Groupies die Bühne für die Leutenbacher Musikanten aufbauten, die ab 20 Uhr im Festzelt aufspielten, zeigten die alten Traktoren bei Feldvorführungen, was sie konnten - und wirbelten ordentlich Staub auf. Am Sonntag tuckerten die Eicher bei einem Umzug durch den Ortskern.


Am Samstag waren die Eicherfreunde unter sich. Knapp 100 Bulldog standen auf der Wiese neben dem Zelt, in dem es zuerst einen "Eichergottesdienst" und danach Volksmusik und Schlager der Leutenbacher Musikanten zu hören gab. Kritik gab es daran, dass erstmals Eintritt verlangt wurde. Wegen der 145 Eicher musste eine größere Strecke am Sonntag für die Rundfahrt gefahren werden. Nach 45 Minuten war der Spuk vorbei und alles hastete zum Festzelt, um an der Verlosung teilzunehmen.

Die Suche nach dem verschollenen Sieger geht los

CSU-Bundestagsabgeordnete Silke Launert spielte die Glücksfee, assistiert von Landrat Hermann Ulm (CSU) und Vizelandrätin sowie Kreisbäuerin Rosi Kraus (CSU). Mit dabei war auch der Hauptorganisator "Bobby" Porisch und die beiden Brüder Simon und Hans-Martin Gemählich, die maßgeblich an dem Fest mitwirkten: Bürgermeister Stefan Förtsch, ebenfalls Eicher-Traktor-Fahrer, moderierte. Die Elterninitiative krebskranker Kinder in Erlangen informierte, dass mit der Spende in Höhe von 17 000 Euro die Musiktherapie für Kinder unterstützt werde. Ein Holzfäller-Set ging als dritter Preis an Carola Vogel aus Affalterthal. Den zweiten Preis, einen Beetpflug sicherte sich Rainer Bieger aus Hundsboden.

Der erste Preisträger war nicht anwesend, daher konnte auch der Eicher nicht übergeben werden. Über das Internet soll er gefunden werden. In zwei Jahren steht das neunte Eichertreffen an. Aus jedem Haus waren Helfer tätig, sowie die Feuerwehren aus Affalterthal, Schlehenmühle und Bieberbach, die den Verkehr und das Parken regelten.

 

REINHARD LÖWISCH

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