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Donnerstag, 18.07.2019

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Architektouren: Vom Schulflur zur Lernlandschaft

Auch in Fürther Gebäude gibt es am 29. und 30. Juni spannende Einblicke - 24.06.2019 16:00 Uhr

Wechselnde Grüntöne nach dem Vorbild der Natur: Die Sternstunden-Kinderkrippe gehört zu den Vorzeigeobjekten der Architektouren 2019. © Foto: Oliver Heinl


Es bietet sich die Chance, zwei Kindertagesstätten, eine Schule und eine Behörde mit anderen Augen zu betrachten. Zu den hiesigen Objekten zählen das Fürther Finanzamt, die Kinderkrippe am Sternstunden-Kindergarten in der Fürther Südstadt, die Awo-Kindertagesstätte Sonnenschein in Zirndorf-Weiherhof und die Mittelschule in Langenzenn.

Dort verwandelten die Architekturbüros Heid + Heid (Fürth) und Aicher + Hautmann (Nürnberg) im Zuge der elf Millionen Euro schweren Generalsanierung und Erweiterung Gebäudeflure vor den Klassenzimmern in Lernlandschaften. Die Schüler können sich auf diesen "Marktplätzen" seit 2017 als kleine Teams Projektarbeiten widmen oder im Internet recherchieren. Architekt Volker Heid sagt, das Konzept komme seines Wissens nach bei Lehrern und Schülern prima an.

Schick wie auch funktional präsentiert sich die Kindertagesstätte Sonnenschein der Arbeiterwohlfahrt in Weiherhof. Das Gebäude mit dem steilen Dach entstand unter der Regie des Erlanger Büros KJS+ Architekten, es beherbergt Krippe, Kindergarten und Hort samt Kreativwerkstatt, Kuschelraum und Spielterrasse.

Die integrative Sternstunden-Kinderkrippe der Fürther Lebenshilfe entstand beim gleichnamigen Kindergarten in der Fürther Südstadt, wo ebenfalls behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam betreut werden. Auch für dieses Projekt zeichnete Heid + Heid verantwortlich. Abgerundete Ecken prägen das Innere, wechselnde Grüntöne nach dem Vorbild der Natur die Fassade des Flachbaus. Fensteröffnungen in unterschiedlichen Größen und Höhen bieten kleinen und größeren Menschen Ausblicke in Augenhöhe.

Vom Fürther Finanzamt, das teils saniert, teils neu erbaut wurde, schwärmte der heutige Ministerpräsident Markus Söder bei der Einweihung 2017 als dem "schönsten Amt der Region". Die Architektouren würdigen nun die Umgestaltung des 60er-Jahre-Trakts unter der Regie von Hetterich Architekten (Würzburg). Ein Shuttle-Bus steuert am Samstag und am Sonntag hiesige und andere Projekte in der Region an. Das Ticket kostet 5 Euro, Interessenten melden sich per Mail unter tpa-ofr-mfr@byak.de an.

InfoWeitere Informationen im Internet unter www.byak.de 

Birgit Heidingsfelder

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