Archivperlen-Auflösung: Tante Kunigunde

Matthias Boll
Matthias Boll

Lokalredaktion Fürth

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14.5.2022, 14:55 Uhr
Hereinspaziert: Knoblauch schützt vor Vampiren und Thrombosen, Calgon vor Verkalkung, Äpfel schützen vor Vitaminmangel. Doch wo gab es einst all die guten Sachen? Tipp: Frühestes Aufnahmejahr ist 1965.

© Foto: Stadtarchiv Fürth Hereinspaziert: Knoblauch schützt vor Vampiren und Thrombosen, Calgon vor Verkalkung, Äpfel schützen vor Vitaminmangel. Doch wo gab es einst all die guten Sachen? Tipp: Frühestes Aufnahmejahr ist 1965.

Leser Gerhard Neugebauer nimmt uns mit in die Mohrenstraße unweit des Fürther Rathauses. Heute heißt sie Bella-Rosenkranz-Straße. Dort gab es offenbar einen kleinen Laden, etwas zurückversetzt hinter einem Friseurgeschäft; in diesem Geschäft befindet sich heute (und nicht mehr allzu lang) der Süßkramladen. "Vor dem Laden", so Neugebauer, "stand eine mächtige Kastanie." Möglicherweise musste der Tante-Emma-Laden im Zuge der Altstadtsanierung dran glauben. Hanusek habe die Chefin geheißen. "Ich kann mich nur dunkel an sie erinnern, bestimmt gibt’s aber noch ältere Fürther, die auch bei ihr einkauften." Doch die meldeten sich nicht.

Stattdessen gibt es einen anderen Tipp. Bei "Hirschenstraße" denken vermutlich alle an Lebensmittel Maisch; Kurt Aufrecht aus Obermichelbach aber meint einen Tante-Emma-Laden in der Hirschenstraße 26 (Maisch ist 46). Im Haus Nummer 26 ist Aufrecht aufgewachsen, ihm dürfen wir unterstellen, dass er das Geschäft wirklich gut kannte. Kunigunde Krause habe die Inhaberin geheißen. "Sie war eine nette Verkäuferin, die vieles rund um unser ,Revier‘ zu berichten hatte. Es gab so gut wie alles, was man im Haushalt braucht." Das Stadtarchiv hat beim Rätselnussknacken also die Wahl – und zwei Tipps.

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