Begeistert vom Anbau

6.5.2010, 00:00 Uhr
Sie machten sich selbst ein Bild vom Erweiterungsbau: Oberbürgermeister Thomas Jung (von links) und sein Stellvertreter Markus Braun waren zu Gast bei Rektorin Waltraud Lieret und den Kindern der Farrnbachschule.

Sie machten sich selbst ein Bild vom Erweiterungsbau: Oberbürgermeister Thomas Jung (von links) und sein Stellvertreter Markus Braun waren zu Gast bei Rektorin Waltraud Lieret und den Kindern der Farrnbachschule. © Pfrogner

Rektorin Waldtraud Lieret ist voll des Lobes für den Architekten Albert Payer aus Regensburg. Die Akustik in den Klassenzimmern sei wunderbar, ebenso die Beleuchtung: »Man meint im Tageslicht zu sitzen«, schwärmt Lieret von den Arbeitsbedingungen im Erweiterungsbau, der die Stadt 3,24 Millionen Euro gekostet hat.

Seit vorgestern haben die Schüler davon Besitz ergriffen. Auch die Verwaltung der Schule ist eingezogen, so dass der Altbau nun komplett leer steht – und das aus gutem Grund. Bis März nächsten Jahres soll dieser für weitere 3,5 Millionen Euro auf Vordermann gebracht werden. Dazu zählen beispielsweise ein neues Dach und neue Fenster sowie der komplette Innenausbau.

Nach der Fertigstellung wird Burgfarrnbach endlich das haben, »was man sich hier schon seit 50 Jahren wünscht«, sagt die Rektorin: Ein großes Schulzentrum, indem auch die Schüler der beiden anderen Standorte in Burgfarrnbach – Zehentweg und Lehenstraße – Platz finden werden. Diese werden aufgelöst, die Gebäude laut Oberbürgermeister Thomas Jung vermutlich verkauft.

Wenn der sanierte Altbau an der Hummelstraße im Frühjahr bezogen wird, wird auch der Erweiterungsbau seiner eigentlichen Nutzung zugeführt. Im Erdgeschoss, wo jetzt noch vorübergehend Klassenzimmer untergebracht sind, wird dann der Hort zu Hause sein. Der erste Stock beherbergt Werk- und Handarbeitsraum. Und im zweiten Obergeschoss ist Platz für die Verwaltung sowie für einen Seminarraum, den man als Ausbildungsschule benötigt.

Wermutstropfen für die Rektorin: Zwar hat sie sich seit Jahren für Anbau und Sanierung stark gemacht, davon profitieren wird sie jedoch kaum, da sie Ende des laufenden Schuljahres in den Ruhestand tritt. Waltraud Lieret nimmt es locker: »Man kann eben nicht alles haben«, sagt sie und weist darauf hin, dass der Schule nach der Sanierung nur noch eines zum ganz großen Glück fehlen wird: eine Turnhalle.

Doch die wird so schnell nicht gebaut. »Jetzt sind erst mal andere Schulen dran«, sagt Rathauschef Jung. Schließlich gebe es in Fürth noch Schulgebäude, in die es hineinregnet. Da habe eine neue Turnhalle keine Priorität.