Begleiter für den letzten Lebensabschnitt

28.12.2009, 00:00 Uhr
Die Doktoren (v. li.) Roland Hanke, Doris Frauendorf, Annelie Eitel und Robert Crahe arbeiten zusammen. Nicht im Bild: Teammitglied Roland Leger.

Die Doktoren (v. li.) Roland Hanke, Doris Frauendorf, Annelie Eitel und Robert Crahe arbeiten zusammen. Nicht im Bild: Teammitglied Roland Leger. © thomas Scherer

Während Nürnberg nur einen Mediziner die vom Gesetzgeber seit April 2007 vorgeschriebene Zusatzausbildung aufweist, Erlangen immerhin drei, sind es in Fürth fünf. Unterstützt werden sie durch zweieinhalb feste Pflegestellen und vier Bereitschaftskräfte. Das ermöglicht eine lückenlose Betreuung der etwa 200 Todkranken in Stadt und Landkreis.

Die bisher vom Hospizverein Fürth und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen getragene Einrichtung wird neuerdings von den Krankenkassen finanziert. Allerdings bereitet die Umsetzung der neuen gesetzlichen Richtlinie in der Praxis noch Probleme. Um in den Genuss der Leistungen zu kommen, ist eine Verordnung der Klinik oder des Hausarztes nötig.

Ziel der ambulanten Sterbebegleitung ist es, die Patienten nicht unnötig zu strapazieren. Nach Möglichkeit sollen sie den letzten Weg in der gewöhnten häuslichen Umgebung zurücklegen können. Hausärzte und Angehörige sind mit ihrer Versorgung oftmals überfordert. Der wechselnde Pflegedienst kann keine kontinuierliche Versorgung ermöglichen.

Meist hat das im Akut-Stadium die Einweisung ins Klinikum zur Folge. Doch die Kliniken sind für eine spezielle Versorgung Sterbender über einen unbestimmten Zeitraum hinweg gar nicht eingerichtet. Das trifft nach Ansicht der Ärzte des Palliativ-Care Teams auch für Pflegeheime zu.

Was die Arbeit der Sterbebegleiter auszeichnet, ist ihre große Spannbreite. Berücksichtigt wird insbesondere die individuelle Lebensplanung, wie sie etwa durch eine Patientenverfügung zum Ausdruck gebracht wird. Neben Hospizhelfern werden psychosoziale Institutionen und Seelsorger mit eingebunden. «Auch Akutsituationen sind beherrschbar«, versichert Palliativmediziner Dr. Roland Hanke. 160 Stunden Kursprogramm und eine Prüfung vor der Landesärztekammer umfassen die Zusatzausbildung.

Palliativ-Care Team Fürth, Klinikum Fürth, Personalwohngebäude II, Telefon (0172) 8405667, E-Mail: buero@pct-fuerth.de, Spendenkonto Nr. 40186942, Sparkasse Fürth, BLZ 762 500 00.