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Dienstag, 01.12.2020

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Beschlossen: Tempo 30 in der Hinteren Straße kommt

Einigkeit bei den Mitgliedern des Verkehrsausschusses - 29.10.2020 21:00 Uhr

In der Hinteren Straße tut sich wieder etwas: Künftig gilt dort wieder Tempo 30.

28.10.2020 © Hans-Joachim Winckler


Seit vielen Jahren plagt die Anwohner der Hinteren Straße in Burgfarrnbach, dass so viele Autos an ihren Häusern und Gärten vorbeirauschen. Schon lange wünschen sie sich Tempo 30. Vor vielen Jahren gab es wegen Sicherheitsbedenken bereits einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung, doch hob das Ansbacher Verwaltungsgericht diese nach dem Widerspruch eines Bürgers wieder auf.

Neuer Hoffnungsschimmer

Nun tat sich für die Betroffenen ein neuer Hoffnungsschimmer auf: Die SPD brachte das Thema auf die Tagesordnung des städtischen Verkehrsausschusses: Sie forderte die Einrichtung von Tempo 30 und eine Überquerungshilfe auf Höhe der Bushaltestelle Sperlingstraße.

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses waren sich – bis auf den Vertreter der AfD – einig: Tempo 30 in der Hinteren Straße ist eine gute Idee. Hans-Joachim Gleißner, der Leiter des Straßenverkehrsamts, schlug vor, die Geißäckerstraße in jene Tempo-30-Zone zu integrieren, die es im Wohngebiet an der Hinteren Straße schon gibt. Bei SPD, Grünen und CSU stieß das auf Wohlgefallen.

Die Begründung für das Limit ist diesmal eine andere: Es dient laut Gleißner jetzt einer "flächenhaften Verkehrsberuhigung". Eine Klage hat nach seiner Einschätzung deshalb diesmal geringere Erfolgsaussichten.


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CSU-Fraktionsvorsitzender Max Ammon, der dem Ausschuss nicht angehört, aber als Burgfarrnbacher bei der Sitzung dabei war, bezeichnete den Beschluss für eine Geschwindigkeitsreduzierung als "Durchbruch". Weniger Einigkeit herrschte bei dem Thema Querungshilfe.

Tiefbauamtschef Hans Pösl erklärte, dass es dafür schon im Jahr 2012 Planungen gegeben hatte. "Damals wurden sie wegen der Kosten abgelehnt." Ammon brachte nun drei Varianten für die Gefahrenstelle ins Gespräch: Zebrastreifen, Verkehrsinsel und Ampel.

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Doch so einfach gestaltet sich die Lage nicht. Laut Gleißner ist eine Ampel in einer Tempo-30-Zone nicht erlaubt, und auch ein Zebrastreifen an einer Bushaltestelle ist unzulässig. "Wenn die Querung so wichtig ist, muss sich der Ausschuss in Richtung bauliche Veränderung aufmachen", sagte Gleißner.

Harald Riedel von den Grünen schlug vor, die Kosten für ebenjene Veränderung in die Haushaltsberatungen mit aufzunehmen. Die SPD kann mit diesem Vorschlag gut leben, denn "ohne einen Kostenplan können wir nicht abstimmen", sagte Benedikt Döhla.

lui

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