Bitte mitmachen: Ein Name für Fürths neue Brücke wird gesucht

5.11.2020, 15:48 Uhr
Anfang Juni schwebte die vorgefertigte Brückenkonstruktion per Lastenkran an die vorgesehene Stelle. Jetzt wird sie freigegeben.

Anfang Juni schwebte die vorgefertigte Brückenkonstruktion per Lastenkran an die vorgesehene Stelle. Jetzt wird sie freigegeben. © Foto: Tim Händel

Eine neue Brücke in der Stadt, das gibt es nun wirklich nicht alle Tage. Am Freitag – und fristgerecht, wie man gerne hinzufügt – ist es so weit: Coronabedingt ohne viel Gedöns und mit wenigen Menschen wird die ersehnte Fuß- und Radwegbrücke eingeweiht.

Sie verbindet auf einer Länge von 83 Metern Stadeln über den Regnitzgrund hinweg mit dem Bereich rund um das Eigene Heim im Westen von Fürth. Der Lückenschluss lässt die Stadtteile eng zusammenrücken und beseitigt viele Umwege.

Das rund sechs Millionen Euro teure Bauwerk, das direkt neben der Bahnlinie von der Begonienstraße hinüber zur Vacher Straße  führt, hat allerdings noch keinen Namen – und das ganz bewusst, denn über den sollen nach dem Willen des Stadtrats die Fürtherinnen und Fürther selbst entscheiden.

Unsere Zeitung ist dabei behilflich: Eine Umfrage mit den drei Namensoptionen, auf die sich die Kommunalpolitik verständigt hat, findet sich in unserem Internetangebot.

Zur Wahl stehen:

Alexander-von-Humboldt-Brücke, ein Vorschlag des Oberbürgermeisters, denn der Name des berühmten Naturforschers Alexander von Humboldt (1769 bis 1859) findet sich in Fürths Straßen- und Wegenetz bisher noch nicht. Ihm verdanke die Welt bahnbrechende Einsichten in den weltumspannenden Kosmos, vor allem aber habe er "als Vordenker einer globalisierten Wissenschaft brilliert".

Bremenstaller Brücke, ein Vorschlag der Verwaltung, der sich an einer der althergebrachten Flurbezeichnungen des Gebiets orientiert, in dem sich die neue Brücke befindet. Der Bremenstall, so die Stadt, war zur Zeit der Dreiherrschaft ein "Nürnbergischer Bauern-Hof, zwischen Fürth und Vach gelegen". Später gehörte er zu Ortschaft Unterfarrnbach.

Sophie-Scholl-Brücke lautet Vorschlag Nummer drei, eingebracht von der CSU. Sophie Scholl (1921 bis 1943) ist eine der bekanntesten Personen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und weiteren Mitstreitern kämpfte die Studentin in der Münchner Gruppe "Weiße Rose" gegen das Hitler-Regime. Sie wurde 1943 von den Nazis gefasst und hingerichtet. 2021 hätte Sophie Scholl 100. Geburtstag.


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