Sonntag, 29.11.2020

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Busbeschleunigung: Vorfahrt für die Linien 70 und 72

Zwei Städte im Landkreis setzen auf smarte Ampeln - 10.02.2020 21:00 Uhr

Schneller und pünktlicher sollen die Busse der Linie 70 und 72 Zirndorf und Oberasbach mit der funkgesteuerten Vorrangschaltung an die U3-Endstation an der Gustav-Adolf-Straße in Nürnberg anbinden. In der Noris und in Erlangen ist die Technik bereits seit Jahren im Einsatz.

10.02.2020 © Foto: Armin Leberzammer


Die U-Bahn wird voraussichtlich erst in fünf Jahren nach Gebersdorf, nahe der heutigen Haltestelle Fürth-Süd, fahren. Die Busse der Linie 70 und 72 sollen aber schon jetzt schneller und vor allem pünktlicher Zirndorf und Oberasbach mit der derzeitigen U3-Endstation Gustav-Adolf-Straße verbinden. Das verspricht jedenfalls die an fünf Ampelanlagen installierte Tec-Busbeschleunigung, die seit dem Fahrplanwechsel in Betrieb ist.

In Nürnberg und Erlangen wird das sogenannte Bake-Funk-Prinzip schon seit Jahren eingesetzt. Es zeigt den Ampeln an, wenn ein Bus kommt und gewährt diesem dann eine gewisse Vorrangschaltung. "Robust und bewährt" bezeichnet Klaus Mühlek vom Staatlichen Bauamt die Technologie, die die Behörde gemeinsam mit dem Hersteller Siemens im vergangenen Jahr in Oberasbach und Zirndorf eingebaut hat.

Via Funk – die Empfänger sind an den Anlagen als Kästchen über den eigentlichen Lichtzeichen zu erkennen – wird der Ampel nicht nur gemeldet, dass ein Bus kommt. Auch die Liniennummer, Fahrtroute und eventuelle Verspätungen werden verarbeitet und in die entsprechende Vorrangschaltung umgesetzt. Nach dieser Anmeldung kann die Grünphase konkurrierender Verkehrsströme früher beendet oder verschoben werden, bis der Linienbus die Ampel passiert hat.

130 000 Euro hat der Landkreis dafür investiert. Für Landrat Matthias Dießl (CSU) "Technik, die begeistert" und "ein weiterer Baustein für einen attraktiven ÖPNV". Eine Einschätzung, der sich die beiden Bürgermeister Birgit Huber (CSU, Oberasbach) und Thomas Zwingel (SPD, Zirndorf) sowie Vertreter aus dem Kreistag und Bauamt nach einer Probefahrt überzeugt anschlossen.

Politiker auf Probefahrt

Diese fand zwar zur eher verkehrsarmen Mittagszeit statt und zeigte auf dem Hinweg vom Landratsamt nach Altenberg lediglich keine Vergrößerung einer zweiminütigen Verspätung. Auf der Rückfahrt konnte dagegen eine fast dreiminütige Verspätung aufgeholt werden, sodass der Bus pünktlich im Pinderpark angelangte. Dießl verspricht sich vor allem für die Starkverkehrszeiten eine spürbare Verbesserung. Für die Bake-Funk-Technik habe man sich auch deshalb entschieden, weil sie keine Nachrüstungen an den Bussen erforderte.

Technologisch einen Schritt weiter dürften dann die weiteren geplanten Beschleunigungen im Landkreis Fürth sein. So werden die Linien 63 und 64 in Stein laut Landrat Dießl "in Kürze mit GPS-Technik betrieben" und so optimiert. Auch die Linien 110, 113 und 120 sollen nach der Neuvergabe der entsprechenden Linienbündel zum Fahrplanwechsel 2020 beziehungsweise 2021 davon profitieren.

Armin Leberzammer

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