Schaden im sechsstelligen Bereich

Chaosfahrt durch Fürth: Prozess gegen Lkw-Fahrer wird verschoben

8.8.2022, 13:15 Uhr
Der Lkw war mit hoher Geschwindigkeit die Hardstraße in Fürth heruntergefahren und hatte zahlreiche geparkte Fahrzeuge gerammt.

© Berufsfeuerwehr Fürth/dpa Der Lkw war mit hoher Geschwindigkeit die Hardstraße in Fürth heruntergefahren und hatte zahlreiche geparkte Fahrzeuge gerammt.

An diesem Mittwoch sollte es eigentlich losgehen: Die Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht war für den 10. und 17. August angesetzt. Weil die zuständige Richterin erkrankt ist, mussten die beiden Termine nun aber abgesagt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Fürther Amtsgerichts. Der neue Termin werde rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, fahrlässige Brandstiftung und fahrlässige Körperverletzung in mehreren Fällen vor. Der Angeklagte sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Er hatte die Vorwürfe nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Wesentlichen eingeräumt.

Der Lkw-Fahrer war den Ermittlungen zufolge am 8. Februar über eine rote Ampel gefahren, war mit einem Pkw kollidiert und dann mit hohem Tempo die Hardstraße heruntergedonnert. Dort rammte er rund 30 Autos, schob mehrere von ihnen inieinander. Vier Wagen gerieten in Brand. Auch Häuser wurden demoliert und durch das Feuer beschädigt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Mann konnte sich nach Darstellung der Staatsanwaltschaft nur durch einen Sprung auf die Motorhaube eines Autos vor dem Lastwagen retten. Ein Haus war vorübergehend nicht bewohnbar.

Ein Alkoholtest ergab nach Angaben der Ermittler später, dass der Fahrer einen Wert von etwa zwei Promille im Blut hatte. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den Schaden auf 200.000 Euro an insgesamt 31 Fahrzeugen und auf 500.000 Euro an den Gebäuden.

Der Artikel wurde am 8. August aktualisiert.