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Donnerstag, 18.07.2019

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Der Abfall gehört doch in den Eimer

Bei einer Projektwoche in der Grundschule I räumten Zirndorfer Kinder kräftig auf - 04.07.2019 13:36 Uhr

Die Zirndorfer Schüler räumten den Dreck anderer Leute weg und wunderten sich über die riesige Menge Abfall auf dem Weg zum Achterplätzchen. Im Unterricht hatten sie sich mit dem Thema Müllvermeidung befasst. © Sabine Rempe


Jungen und Mädchen aus der Grundschule I haben sich an diesem Morgen auf den Weg in Richtung Achterplätzchen gemacht. Sie sind dem Müll auf der Spur. Und sie müssen nicht lange suchen.

Abfall und das Leben im Wegwerfmodus standen eine Woche lang für alle Schülerinnen und Schüler auf dem Stundenplan. Sowohl im Schulbau in der Geisleithenstraße als auch in der Mühlstraßen-Dependance beschäftigten sich die Kinder mit den unterschiedlichsten Aspekten dieses Problems.

Projektleiterin Verena Radlmaier, die federführend mit fünf Kolleginnen das Angebot organisierte, sagt: "Die Anregung dazu kam von den Mädchen und Jungen, bei einer Abstimmung hat sich das Thema dann durchgesetzt."

Alle 21 Klassen beteiligten sich. Als "Müllchecker" oder "Müllmäuse" – Gruppennamen, die als Erstes gesucht wurden – ging es dann zur Sache. Für alle, die sich daran machten, aufzuräumen, was andere achtlos weggeworfen hatten, gab es natürlich die richtige Ausstattung: Schutzhandschuhe und Säcke für den Unrat zum Beispiel. Gesponsert und unterstützt wurde die Aktion von der Stadt Zirndorf, dem Lions Club und dem Landratsamt.

Buntes Sammelsurium

Emma hat am Achterplätzchen schon wieder etwas entdeckt, was eindeutig in den Müllsack gehört: "Eine Windel . . .". Julian hat zwei Schnuller gefunden, Emilia zwei Dachziegel und Laureen zwei Bierflaschen. Dazu gesellt sich gerade eine Champagnerflasche, ein zerkratztes Foto und ein verrostetes Taschenmesser. Dafür zumindest hat Leon Verständnis: "Ich weiß, dass man so was leicht verlieren kann."

Die Zehnjährigen können allerdings nicht nachvollziehen, warum so viel Abfall ausgerechnet direkt neben dem Mülleimer herumliegt: "Sind die alle zu faul, das Zeug da reinzuwerfen? Es gibt doch genug Eimer hier."

In der Projektwoche, macht Verena Radlmaier klar, stand das Thema Müllvermeidung im Vordergrund. "Wir haben uns unter anderem mit Recycling beschäftigt." Im Schulhaus beleuchtete zum Beispiel eine Wanderausstellung des Landratsamtes Ideen wie Tauschbörsen oder Upcycling, also die Weiterverwertung scheinbar nutzloser Abfallstoffe. Liedermacher Eric Udo Zschiesche vermittelte zudem mit einem Theaterstück, wie jeder zum Schutz der Umwelt beitragen kann. 

Sabine Rempe

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