Montag, 20.01.2020

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Der Helmplatz soll zu einer Oase werden

Strukturprogramm eröffnet die Chance zur Runderneuerung - Mehr Grün, weniger Blech - 26.11.2009

Parkende Autos und eine Brachfläche prägen jetzt noch das Areal am Gasthof «Tannenbaum». Künftig sollen hier der Erweiterungsbau des Jüdischen Museums und zusätzliches Grün den Blickfang bilden. © Hans von Draminski


Die Parkplätze zwischen der Königstraße 95 und dem Bauplatz zwischen Museum und «Tannenbaum» sollen wegfallen, drei neue Bäume gepflanzt werden. Die Stellplatzzahl würde sich von derzeit 15 auf acht bis neun reduzieren. Das Stadtplanungsamt hält dies mit Blick auf die nahe Tiefgarage City-Center jedoch für vertretbar. Möglich wird das Projekt durch das Sonderstrukturprogramm des Freistaates für die gebeutelte Region.

Baumaßnahmen mit besonderer Wirksamkeit auf die Qualitätsverbesserung der Stadt werden danach zu 80 Prozent bezuschusst. Gewöhnlich gibt es nur 60 Prozent. Bereits als förderungswürdig anerkannt sind der Aufbau einer Universität der Diakonie Neuendettelsau in der Villa im Südstadtpark und die Erweiterung des Jüdischen Museums (wir haben berichtet). Den Helmplatz betrachtet Baureferent Joachim Krauße quasi als Anhängsel des Museums.

Fest steht, dass die Pläne für die Museumserweiterung eine neue Dynamik erhalten haben. Krauße: «Es wäre wirklich unklug, den Anbau ohne ansprechendes Umfeld zu realisieren». Der Baureferent prüft derzeit fieberhaft, welche Projekte im gesamten Stadtgebiet die strengen Kriterien für den erhöhten Fördersatz erfüllen. Denn ihm ist klar, dass das Sonderprogramm nur für einen eng umrissenen Zeitraum aufgestellt wurde.

Kopfzerbrechen bereitet bei der Neugestaltung des Helmplatzes noch die Anordnung der Bäume. Schließlich sollen sie den Blick auf die historischen Gebäude nicht verstellen. Die verbliebenen Parkplätze sollen an der zum Pegnitztal hin gelegenen Ostseite der Helmstraße angeordnet werden.

Unklar ist auch, wie weit sich die Sanierungsarbeiten in die Helmstraße Richtung Sozialrathaus hineinziehen können. Als wünschenswert erachtet der städtische Bauausschuss die Einbeziehung des Straßenstücks allemal.

Weniger Chancen als dem Helmplatz gibt der Baureferent einer Förderung der Runderneuerung des Platzes zwischen Amtsgericht und der Kirche Unsere Liebe Frau. Und das, obwohl für dieses Projekt bereits detaillierte Entwürfe ausgearbeitet wurden. Im Stadtplanungsamt hat aber der Helmplatz Priorität. VOLKER DITTMAR

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