Der Ronhof - mal Playmobilstadion, mal Trolliarena, stets Kult

1.2.2016, 11:58 Uhr
Nach dem plötzlichen Ende des Stadion-Neubauprojekts in Fürth spielt die SpVgg Greuther Fürth bis mindestens 2040 im traditionsreichen Ronhof. Die Spielstätte wurde 1910 eröffnet und ist damit eines der älstesten Fußballstadien Deutschlands. Ein Jahr nach der Eröffnung gab der FC Bayern München ein Gastspiel am Laubenweg.
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© Archiv der SpVgg

Insgesamt feierte die SpVgg drei deutsche Meistertitel. 1949, als diese Aufnahme der Sprecherkabine entstand, waren diese Zeiten aber vorbei.
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Ludwig Erhard (vorne) besuchte mit Oberbürgermeister Hans Bornkessel den Ronhof zum Jubiläumsspiel gegen Wacker Wien.
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© Archiv der SpVgg

Die Duelle mit dem 1. FC Nürnberg machten schon immer den Reiz der Beziehung zwischen Fürth und Nürnberg aus. Auch der Ronhof erlebte legendäre Begegnungen. Hier stehen FCN-Legende Max Morlock und SpVgg-Legende Herbert Erhardt 1961 im Mittelkreis.
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Duell im Ronhof: Beim Derby in der Saison 1979/80 mussten sich viele der 23000 Zuschauer mit Notsitzen behelfen.
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© Kemmether

In den 70er Jahren spielte die SpVgg sportlich nur noch eine Nebenrolle. Im Ronhof freilich wurde trotzdem gekickt.
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Horst Brandstätter (2. vl) kaufte 1983 der in Finanznöte geratenenen SpVgg den Ronhof ab, rechts der damalige Präsident Helmut Liebold.
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© Knut Meyer

Das Stadion war zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Doch obwohl sich der Sportausschuss der Stadt Fürth 1991 gegen den Erhalt des in die Jahre gekommenen Ronhofs aussprach, begannen Mitte der 90er Jahre unmfassende Mondernisierungsmaßnahmen.
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© Günter B. Kögler

Vor dem Umbau fanden mehr als 25.000 Besucher Platz. Das Stadion hatte damals allerdings kein Flutlicht und verfügte über keinen getrennten Blöcke.  Auch der Zustand der Ränge (hier in der Nordkurve) war nicht mehr zeitgemäß.
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Das Stadion erfüllte damit längst nicht mehr die Vorgaben, die der DFB für den Spielbetrieb in der 2. Liga machte. Genau dorthin war die SpVgg 1996/1997 aufgestiegen. Hier wird das erste Segment des Membrandaches für die Gegengerade montiert.
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© Hans-Joachim Winckler

Offizielle Einweihung des Playmobil-Stadions im Juli 1997.
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Offizielle Einweihung des Playmobil-Stadions im Juli 1997. © Günter B. Kögler

Die finanziellen Probleme dauerten allerdings auch in den 90er Jahren an - im Zuge dessen wurde das Stadion 1997 in Playmobilstadion umbenannt. Die SpVgg ist damit der erste Verein in der Republik, dessen Stadion einen Sponsorennamen erhält. Der Verein selbst hatte sein Überleben 1996 nur durch die Fusion mit dem TSV Vestenbergsgreuth gesichert.
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Im Mai 1998 besuchte einer der treuesten Fans aus Übersee den frisch herausgeputzten Ronhof: Fürths Ehrenbürger Henry Kissinger.
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Der Umbau ging weiter: Im Juni 1999 wurde die alte Südkurve abgerissen...
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© Hans-Joachim Winckler

...und bis Sommer 1999 als Südtribüne wieder aufgebaut.
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Im Sommer 1999 erhielt der Ronhof außerdem seine heutige Flutlichtanlage.
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Die lautstarken Fans der SpVgg haben ihre Heimat auf der Nordtribüne. Im Jahr 2003 hat die allerdings noch kein Dach.
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Junge Fans nach Spielschluss auf dem Rasen.
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Die Idole hautnah erleben: Junge Fans mit Florian Heller im Jahr 2004.
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© Hans-Joachim Winckler

Eine wahre Dauerbaustelle war der Ronhof in dieser Zeit. Im Sommer 2007 erhält das Stadion eine Rasenheizung.
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Fans warten 2009 aufs Abklatschen der Spieler.
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VIP-Logen hielten 2008 Einzug im Ronhof: Der verglaste Anbau entstand in Modulbauweise. Im gleichen Jahr wurde die Nordtribüne überdacht.
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VIP-Logen hielten 2008 Einzug im Ronhof: Der verglaste Anbau entstand in Modulbauweise. Im gleichen Jahr wurde die Nordtribüne überdacht. © Mark Johnston

Nach dem Spiel gegen St. Pauli sitzt die Mannschaft im August 2008 unterm Regenbogen vor dem Fanblock.
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© Wolfgan Zink

Zur Saison 2010/2011 erhielt das Stadion einen neuen Namen. Nach einem Fruchtgummihersteller heißt das Stadion seitdem Trolli-Arena. Zur Saisoneröffnung winken Präsident Helmut Hack (mitte) und Trolli-Chef Herbert Mederer den Fans.
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Helmut Hack und Erfolgs-Trainer Mike Büskens bei der Eröffnung der Ausstellung
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Auf der runderneuerten Nordtribüne fühlen sich die Kleeblatt-Fans wohl - und dort feierten sie den 100. Geburtstag des Sportparks mit einer großen Choreografie.
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© Wolfgang Zink

Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga 2012 wurde die alte Südtribüne komplett demontiert und neu aufgebaut. Seitdem ist auch sie überdacht, so dass auch die Gästefans nun nicht mehr im Regen stehen müssen. Auch die Gesangsduelle sind nun dank der besseren Akustik hüben wie drüben intensiver.
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Am 25. August 2012 war es soweit: Der Ronhof erlebte das erste Bundesligaspiel seiner Geschichte. Zu Gast war niemand Geringeres als der FC Bayern. Die Fans zelebrierten den historischen Tag, an der 0:3-Niederlage ihres Teams konnten sie indes nicht verhindern.
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Am 25. August 2012 war es soweit: Der Ronhof erlebte das erste Bundesligaspiel seiner Geschichte. Zu Gast war niemand Geringeres als der FC Bayern. Die Fans zelebrierten den historischen Tag, an der 0:3-Niederlage ihres Teams konnten sie indes nicht verhindern. © Sportfoto Zink / WoZi

In der gleichen Saison sorgte der Plan der SpVgg, in der Südstadt ein komlett neues Stadion für bis zu 30.000 Zuschauer zu errichten, für Aufregung. Kurz darauf ließ die SpVgg den Plan aber fallen. Bis 2040 will das Kleeblatt nun mindestens im Ronhof spielen, der allerdings weiter modernisiert werden soll.
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2018 erhielt das altehrwürdige Stadion eine neue Hauptribüne.
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2018 erhielt das altehrwürdige Stadion eine neue Hauptribüne. © Hans-Joachim Winckler

Tausendfache Willensbekundung: Oft zeigten die Fans auf der Nordtribüne, wie wichtig ihnen der Verbleib am Laubenweg und die Tradition der Spielvereinigung ist. Eine Initiative setzte sich seit August 2013 auch dafür ein, dem Stadion wieder seinen ursprünglichen Namen zu geben.
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© Johannes Heuckeroth

Auf der Straße zeigten die Fans deutlich, wie ihre Heimat heißen soll.
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Auf der Straße zeigten die Fans deutlich, wie ihre Heimat heißen soll. © Sportfoto Zink / WoZi

Und Anfang Februar 2016 war es dann soweit: Zweieinhalb Jahre nachdem sich der Süßwarenhersteller Trolli zurückgezogen hatte, das Stadion vorrübergehend
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Und Anfang Februar 2016 war es dann soweit: Zweieinhalb Jahre nachdem sich der Süßwarenhersteller Trolli zurückgezogen hatte, das Stadion vorrübergehend "Stadion am Laubenweg" hieß, wurde bekanntgegeben, dass für die nächsten fünfeinhalb Jahre (plus beidseitiger Option) das Stadion "Sportpark Ronhof Thomas Sommer" heißt. © Florian Pöhlmann