Spende zum Jubiläum

Die Fürther Leupold-Stiftung unterstützt Ukraine-Flüchtlinge

Hans-Joachim Winckler
Hans-Joachim Winckler

Redaktion Fürth

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9.5.2022, 14:49 Uhr
Die Leupold-Stiftung spendet zu ihrem 50-jährigen Bestehen 10.000 Euro an die Stadt zur Unterstützung ukrainischer Kinder.

© Hans-Joachim Winckler, NN Die Leupold-Stiftung spendet zu ihrem 50-jährigen Bestehen 10.000 Euro an die Stadt zur Unterstützung ukrainischer Kinder.

Das Geld soll vor allem für dringend benötigte Spielsachen und Beschäftigungsmöglichkeiten verwendet werden, wie Oberbürgermeister Thomas Jung bei der Spendenübergabe erläuterte. Derzeit leben 1130 ukrainische Geflüchtete in Fürth, davon sind zwei Drittel Frauen und Kinder. Die Stiftung habe in den 50 Jahren seit ihrer Gründung "unwahrscheinlich viel Segen über die Stadt gebracht", sagte Jung bei der Spendenübergabe. Fast alle Kindergärten in Fürth, aber auch der Jugend- und Behindertensport und Schulen haben von ihrem Wirken profitiert. 31 Autos wurden an Sozialdienste übergeben, jedes Jahr fließen Mittel, um bedürftige Kinder und Jugendliche mit Kleidung zu versorgen.

Helfen, wo Not herrscht

Durch den weit gefassten Stiftungszweck können die Spenden weit gestreut werden und dort helfen, wo gerade Not herrscht. So hatte die Stiftung nach dem Atomunfall in Tschernobyl etwa strahlengeschädigten Kindern Ferienaufenthalte ermöglicht. "Jetzt hoffen wir, mit der Spende von 10.000 Euro den in Fürth ankommenden Flüchtlingen etwas helfen zu können," sagte Manfred Bauer, Geschäftsführer der Stiftung.

Das Fürther Unternehmerpaar Karl und Anna Leupold, dessen einzige Tochter bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam, wollte sein Vermögen wohltätigen Zwecken zukommen lassen und gründete deshalb 1971 auf Vorschlag ihres damaligen Steuerberaters Hatto Bauer die gemeinnützige Stiftung - Bauer selbst wirkt seit Beginn als Stiftungsvorstand.

Nach Anfängen in der Mühlstraße baute Karl Leupold 1953 in der Königsstraße seine Maschinefabrik auf, in der Sondermaschinen zum Beispiel für Brauereien produzierte. Karl verstarb bereits 1971, seine Frau Anna 1984. Im gleichen Jahr übernahmen die beiden Neffen Bernd und Günter Leupold bis 2010 die Geschäfte. 2021 ging die Firma während der Corona-Pandemie insolvent. Aktuell entstehen auf dem Areal in der Königstraße 133/135 acht Wohneinheiten mit 53 bis 117 Quadratmeter Größe sowie Gewerbeflächen auf 160 Quadratmetern, die künftigen Einnahmen aus der Vermietung werden wiederum der Stiftung zugute kommen, die über ein Grundstockvermögen von rund fünf Millionen Euro verfügt.

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