Die neue Umweltschule steht in Roßtal

29.12.2007, 00:00 Uhr
Die Flagge zeigt weithin, dass Roßtals Kinder eine Schule besuchen, die sich nachhaltig für den Umweltschutz einsetzt. Ganz hinten Lehrerin Ulrike Funke (links), Rektorin Christine Gerhardt und Monika Lang (rechts).

Die Flagge zeigt weithin, dass Roßtals Kinder eine Schule besuchen, die sich nachhaltig für den Umweltschutz einsetzt. Ganz hinten Lehrerin Ulrike Funke (links), Rektorin Christine Gerhardt und Monika Lang (rechts). © Claudia Bidner-Wunder

Schon seit Jahren zeigt die Grundschule großes Engagement für den Erhalt der Umwelt. Zahlreiche Aktionen brachten bereits die Anerkennung in der Gemeinde und Preise aus verschiedenen Wettbewerben. Den Überblick hat Ulrike Funke, die seit rund 20 Jahren Umweltbeauftragte der Schule ist. Sie leitet jedes Schuljahr eine Umweltgruppe. «Wir haben zum Beispiel initiiert, dass bei uns im Haus Kork gesammelt wird», berichtet die Lehrerin, die seit über zehn Jahren auch Fachberaterin Umweltbildung für Lehrer im Landkreis ist.

2007 hat sich die Grundschule Roßtal nun durch die Bewerbung als Umweltschule auch offiziell auf den Weg gemacht. Dafür musste sie zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit dokumentieren. «Im ersten Handlungsbereich zum Thema ,Nachhaltige Mobilität - Bewegung für den Umweltschutz‘ ging es uns um umweltfreundliche Bewegung und persönliche Grundhaltung», erklärt Rektorin Christine Gerhardt. Das bedeutet: «Ausflüge und Klassenfahrten haben wir unternommen, in enger Kooperation mit Eltern, dem Stadttheater Fürth, dem Sternenhaus und dem Kindermuseum Nürnberg sowie dem Schullandheim Prackenfels.»

Bei einer schulischen Projektwoche im Mai stand das Motto «Laufen statt fahren» im Mittelpunkt. Die Schüler befassten sich mit Themen wie Klimakatastrophe, -schutz und -wandel und versuchten möglichst zu Fuß, mit dem Rad oder Roller in die Schule zu gelangen und sich nicht bequem in das «Taxi» der Eltern zu setzen. Ein weiterer Aktionstag fand in Kooperation mit dem Turnverein Roßtal statt. «Spielen mit Hand und Ball» war an diesem Tag das Motto. Für den zweiten Bereich konnte sich die Schule ein eigenes Thema wählen. «Wir haben uns für die Streuobstwiesen als bedeutungsvollen und erhaltenswerten Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen entschieden», sagt Ulrike Funke. «Die Kinder sollten die Natur im Wandel der Jahreszeiten mit allen Sinnen erleben», so die Lehrerin. Zudem lernten die Schüler den historischen Klostergarten genau gegenüber ihrer Schule als Besonderheit kennen.

All diese Aktivitäten haben den Umweltminister und die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung beeindruckt und der Grundschule Roßtal die Auszeichnung «Umweltschule» eingebracht. «Im Landkreis sind wir in diesem Schuljahr die einzige Schule, die ausgezeichnet wurde», ist Ulrike Funke stolz, «Überhaupt haben meines Wissens erst zwei Schulen in Stadt und Landkreis Fürth diesen Titel erhalten.» Als sichtbares Zeichen hissten die Grundschüler stolz die Fahne mit dem Umweltschule-Symbol vor ihrem Schulhaus.

CLAUDIA BIDNER-WUNDER