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Donnerstag, 23.05.2019

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Ein neuer Spielplatz für die Südstadt

Das Eldorado für kleine Fürther wurde mit viel Lokalkolorit gestaltet - 25.04.2019 21:00 Uhr

Dem Fürther Rathaus nachempfunden ist die Spielplatzkulisse mit Uhrenturm, Balancier-Passagen und Doppelrutsche. Begeistert haben die Kinder am Mittwoch ihr neues Areal in Besitz genommen. © Armin Leberzammer


Nach einem halben Jahr Umbauzeit sind dort nicht nur neue Spielgeräte aufgestellt worden. Die gesamte Fläche ist mit 1500 Quadratmetern nun drei Mal so groß wie zuvor.

Ernst Bergmann blickt erleichtert auf die abgeschlossenen Arbeiten zurück. "Das war schon eine spektakuläre Baustelle", resümiert der Leiter des zuständigen Grünflächenamtes der Stadt. Der Boden sei zum Teil mit Schadstoffen belastet gewesen und musste ausgetauscht werden.

Sogar eine Kampfmittelräumung schien zwischenzeitlich notwendig zu werden. Glücklicherweise haben sich die von Sensoren im Untergrund entdeckten Metallreste dann doch nicht als alte Munition, sondern als verrostete Überbleibsel von Bade- und Duschwannen erwiesen. Trotz aller Widrigkeiten ist der Kostenrahmen laut Bergmann aber noch unterschritten worden: Statt der kalkulierten 280.000 Euro werde das Projekt wohl nur rund 260.000 Euro kosten.

Thematisch dreht sich auf dem neuen Spielplatz vieles um die beiden Stadtjubiläen der zurückliegenden Jahre. So ist das Holzklettergerüst samt Rutsche dem Fürther Rathaus nachempfunden – inklusive Rathausturm. An der "Fassade" finden die kleinen Fürther außerdem allerlei Bauwerkzeug wie Eimer und Trichter, um an ihrem Rathaus zu werkeln.

Weiter zurück in der Stadt-geschichte geht es ein paar Meter weiter. "Wie eine Siedlung am Fluss", so Ernst Bergmann, gruppieren sich die Spielgeräte und Holztiere links und rechts des geschwungenen Weges.

"Das ist ein echter Blickfang", meinte Oberbürgermeister Thomas Jung nicht nur hinsichtlich des nachgebauten Rathauses, "hier ist eine Spiel- und Grünoase gerade für Familien mit Kindern entstanden." In der Südstadt tue so eine Investition besonders Not, schließlich ist dieser Stadtteil mit rund 40.000 Einwohnern der am dichtesten besiedelte; gleichzeitig verfügt er über das wenigste Grün. In der Tat wurden auf dem nur zwölf Meter breiten Grundstück des nun wiedereröffneten Spielplatzes mit seinen Kletter-, Schaukel- und Rutschgeräten auch 17 Bäume und zahlreiche Büsche und Sträucher gepflanzt.

Einen laut OB Jung "maßgeblichen", aber nicht näher bezifferten Betrag hat dazu die Sparda-Bank Nürnberg aus Mitteln des Gewinn-Spar-Vereins gespendet. "Mit diesem Projekt zeigt Fürth, dass ihm auch die Allerjüngsten am Herzen liegen", erklärte der stellvertretende Vor-standsvorsitzende der Bank, Thomas Lang. Er hofft, dass sich der Spielplatz künftig auch zu einem Treffpunkt der Generationen in der Süd-stadt entwickelt. 

Armin Leberzammer

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