Erlanger Firma bebaut Pechhüttn-Areal in Fürth

8.9.2017, 20:00 Uhr
GBI heißt das Unternehmen, das an dieser Stelle Wohnungen errichten will. Dass auf den Transparenten auch das Wort „Hotelprojektentwickler“ steht, sorgt allerdings für Verwirrung.

GBI heißt das Unternehmen, das an dieser Stelle Wohnungen errichten will. Dass auf den Transparenten auch das Wort „Hotelprojektentwickler“ steht, sorgt allerdings für Verwirrung. © Foto: Horst Linke

Dass ein Investor an der Ecke von Karolinen- und Schwabacher Straße Wohnungen errichten möchte, haben die FN bereits vor Monaten geschrieben. Allerdings war der Name des Unternehmens bislang unbekannt. Jetzt hat es sich selbst geoutet, seit Freitagvormittag hängen Transparente am Zaun des Geländes: Bauträger ist die Firma GBI mit Sitz in Erlangen. Was zunächst verwirrt: GBI ist unter anderem ein renommierter Hotel-Entwickler, doch gerade jene hochfliegenden Pläne, an dieser Stelle eine Bettenburg zu errichten, waren nach einer jahrelangen Hängepartie gescheitert. Stattdessen, so hieß es zuletzt, sollten öffentlich geförderte Wohnungen entstehen.

"So wird es auch sein", sagte ein GBI-Mitarbeiter am Freitag auf FN-Anfrage. Ihm zufolge werden 40 Sozialwohnungen plus zwei weitere gebaut. Das denkmalgeschützte, leerstehende Gebäude, die sogenannte "Pechhüttn", wird saniert und soll erhalten bleiben. Links und rechts davon wachsen Neubauriegel in die Höhe, die bündig mit den benachbarten Häusern abschließen. Nach hinten entsteht ein Innenhof.

Die Frage, wie viele der Bäume auf dem zugewachsenen Gelände stehen bleiben dürfen, konnte der Sprecher am Freitag nicht beantworten, er kündigte aber an: "Wir werden Ersatzpflanzungen vornehmen müssen." Derzeit wartet der Investor noch auf die Baugenehmigung. Man hoffe aber, noch in diesem Jahr loslegen zu können und rechne mit rund eineinhalb Jahren Bauzeit.

Zuletzt hatte die "Pechhüttn" für Schlagzeilen ganz anderer Art gesorgt. 2016 fanden Jugendliche auf dem Dachboden einen toten Obdachlosen. Wie sich später herausstellte, war er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Vor etwas über zwei Monaten schlugen plötzlich Flammen aus dem Gebäude. Die Feuerwehr hatte den Brand aber rasch unter Kontrolle.

Der Name "Pechhüttn" rührt vermutlich von einer ehemaligen Pechfabrik her, die auf dem Gelände stand. Das Haus selbst war 1831 ursprünglich als Ausflugslokal vor den Toren der Stadt gebaut worden und gilt als eines der ältesten Gebäude der Südstadt.

 

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