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Mittwoch, 01.04.2020

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Explosion in Fürther Tattoo-Studio: Polizei nimmt Vorfall ernst

Definitiv kein Bagatelldelikt: Ermittlungskommission gegründet - 26.07.2018 18:45 Uhr

Durch die Druckwelle der Explosion gingen Fensterscheiben des Tattoo-Studios in der Königstraße zu Bruch. © Paul B.


Wie berichtet, war es reiner Zufall, dass niemand verletzt wurde, als in der Nacht zum Mittwoch in einem Tattoo-Studio am Grünen Markt ein Sprengsatz explodierte und die Fensterscheiben des Ladens zu Bruch gingen. Glassplitter lagen auf der Straße und auf geparkten Autos. Es dürfte der Uhrzeit, nach Mitternacht, zu verdanken sein, betonte Polizeisprecher Michael Petzold auf Nachfrage, dass keine Passanten unterwegs waren und niemand zu Schaden kam.

Nach Untersuchungen des Landeskriminalamts hat die Polizei laut Petzold inzwischen "Erkenntnisse" über den mutmaßlich selbst gebauten Sprengkörper. Einzelheiten seien aber Täterwissen, weswegen man dazu aktuell nichts bekanntgeben wolle.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der oder die Täter mit Gewalt Zugang zu dem Geschäft verschafften, und zwar unmittelbar bevor der Sprengsatz platziert und gezündet wurde. Ein lauter Knall schreckte Anwohner auf, die gegen 0.50 Uhr die Polizei verständigten.

Ermittelt wird vor allem wegen des Verdachts der bewussten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Eine zweistellige Zahl von Beamten wird der Sache nun unter dem Titel "Eko Tattoo" nachgehen.

Die Polizei bittet Zeugen, die Verdächtiges rund um den Tatort bemerkt haben, sich ebenso zu melden wie Zeugen, die möglicherweise Zusammenhänge erkennen bzw. Beobachtungen unabhängig von Tatort und -zeit gemacht haben: Telefon (09 11) 21 12 33 33.

hbi

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