Freie Fahrt in Fürther Einbahnstraßen

27.1.2019, 10:00 Uhr
So wie hier in der Cadolzburger Straße sollen Radler öfter freie Fahrt bekommen.

So wie hier in der Cadolzburger Straße sollen Radler öfter freie Fahrt bekommen. © Wolfgang Händel

Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion gestellt, sie schränkt aber ein: In den Fokus rücken nur Einbahnstraßen, in denen es "die Sicherheitslage" zulasse — etwa die Bendit- oder die Moststraße. Zweispurige Einbahnstraßen wie die Friedrichstraße seien ausdrücklich ausgenommen.

Bereits 2004 wurden in der Fürther Innenstadt etliche Einbahnstraßen für Radler freigegeben – damals auf Wunsch des ADFC. Im Stadtrat kämpfen die Grünen in Person von Harald Riedel schon lange für Verbesserungen im Radverkehr, nun setzen auch die Sozialdemokraten mehr und mehr auf diese Karte. Unter anderem fordern sie, Straßen in Fahrradstraßen umzuwandeln (wir berichteten). In Frage kämen dafür beispielsweise die Dambacher Straße und die Ludwigstraße.

"Radfahren in Fürth soll noch attraktiver werden", findet der stellvertretende SPD-Fraktionschef Maurice Guglietta. Dass die Sozialdemokraten im Stadtrat das Thema Einbahnstraßen aufgreifen, haben sich ihm zufolge viele Menschen bei Bürgerversammlungen und im persönlichen Gespräch gewünscht. Indem man "lange Umfahrungen abbaut", könne man künftig per Rad "noch schneller von A nach B gelangen."

Bisher, so Guglietta, nutzen viele Radfahrer in Einbahnstraßen den Gehweg, was Konflikte mit Fußgängern heraufbeschwöre. Andere Städte hätten zudem die Erfahrung gemacht, dass die Freigabe der Einbahnstraßen die Unfallzahlen im Radverkehr senkt.

4 Kommentare