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Freiraum für das Hardenberg-Gymnasium

Die Langhans-Anlage wurde als Erweiterung des Schulhofs umgestaltet - Bolzplatz bleibt öffentlich - 27.04.2010

Mit großer Begeisterung nahmen die Schülerinnen und Schüler des Hardenberg-Gymnasiums die umgestaltete Langhans-Anlage als neues Freizeitareal in Besitz. © Hans-Joachim Winckler


Am Ende trug das Gymnasium den Sieg davon. Im Laufe der Jahre hatte es verschiedene Ansätze zur Umgestaltung der Grünanlage an der Flößaustraße hinter dem Gymnasium gegeben. Vor zwei Jahren wurde der Erweiterungs-Neubau des »Hardenberg« fertiggestellt. Schon seit Baubeginn im April 2006 hatte die Langhans-Anlage als Ersatz-Pausenhof herhalten müssen.

Die damit einhergehende Sperrung der Grünfläche für die öffentliche Nutzung hatte nicht nur Zustimmung gefunden. So meldete unter anderem der Südstadttreff in der Frauenstraße Interesse an dem Gelände an. Anwohner beklagten sich, dass die benachbarte Kirche St. Heinrich nur noch über Umwege zu erreichen ist.

Doppelnutzung verworfen

Aus diesem Grund prüfte die Stadt zeitweilig eine Doppelnutzung der Langhans-Anlage als Schulareal und öffentliche Grünfläche. »Das wäre aber im Alltag schon aus haftungsrechtlichen Gründen kaum praktikabel gewesen«, sagte Stadtbaurat Joachim Krauße am Rande der Wiedereröffnung der Anlage als »Schulpark« oder »Schulgarten«.

Neben dem Bolzplatz bleibt nur ein Grünstreifen entlang der Flößaustraße öffentlich, während die Hauptfläche der rund 3000 Quadratmeter großen Langhans-Anlage nun abgezäunt ist und der Schule als Freizeit-Bereich zur Verfügung steht.

Schulleiter Hans-Georg Kleinow sprach von einer »Sternstunde für das Hardenberg-Gymnasium«. Elternbeiratsvorsitzender Michael Söllner wies darauf hin, dass im Zuge der Einführung des ganztägigen Gymnasiums gerade Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten direkt an der Schule oder in Schulnähe ein immer größerer Stellenwert zukommt.

Die Grünanlage geht auf Fürths Bürgermeister Georg Friedrich Ritter von Langhans (1840–1901) zurück, der in seiner Amtszeit von 1873 bis 1901 bemüht war, die »steinerne Stadt« Fürth grüner zu machen. Der Name »Dr.-Langhans-Anlage« war als postume Ehrung des Politikers gedacht. Nach dem rund 400000 Euro teuren Umbau inklusive »Rückentwicklung« (Krauße) der Frauenstraße zur Grünfläche stehen den Hardenberg-Schülern unter anderem eine große Wiese mit einer Torwand und einem Streetballfeld zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es einen Ruhegarten samt Pergola, einen teilweise mit Segeltuch überspannten Kunstgarten inklusive Wasser- und Stromanschluss und sogar spezielle Stelen zur Präsentation von Kunstobjekten.

Für seine aktive Unterstützung des Projektes sollte Oberbürgermeister Thomas Jung zum Ehrenmitglied des Hardenberg-Gymnasiums ernannt werden, schlug Michael Söllner vor. 

Hans von Draminski

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