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Fürth belohnt Bemühen um altes Gemäuer

20.000 Euro für gelungene Fassadenrenovierung — Logenhaus erhielt Hälfte der Fördermittel - 10.11.2013 13:00 Uhr

Mit einem Aufwand von über einer halben Million Euro wurde das 113 Jahre alte Baudenkmal Hornschuchstraße 13 herausgeputzt. Lediglich die blechverkleideten Dachgauben sind gewöhnungsbedürftig. © Edgar Pfrogner


Angesichts der enormen Kosten historischer Gebäudesanierungen ist die städtische Summe nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch es geht in erster Linie um die Signalwirkung. Schließlich beansprucht die Kommune auf großen Hinweisschildern an Ausfallstraßen den Titel „Denkmalstadt“. Die alljährliche Fassadenprämierung soll weitere Hausbesitzer anregen, sich ein Beispiel an ausgezeichneten Renovierungen zu nehmen. 10.000 Euro waren der Freimaurerloge im Juni bereits zur Unterstützung der Logenhaussanierung zuerkannt worden. Über die Verteilung weiterer 10.700 Euro hat kürzlich der Bauausschuss entschieden.

Unter den prämierten Objekten sticht das generalsanierte Sandsteinhaus Hornschuchpromenade 13 hervor. Mit 540.000 Euro schlug die umfangreiche Generalsanierung zu Buche. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Denn die reich verzierte Fassade im Stil der deutschen Renaissance bildet einen Blickfang in Fürths Prachtstraße Hornschuchpromenade. 3000 Euro ist der Stadt dieser Aufwand wert.

Und noch ein weiteres Schmuckstück der Hornschuchpromenade wurde ausgezeichnet: 1.700 Euro gibt es für die Sanierung des 125 Jahre alten Mietshauses Nummer 1. Stadtheimatpfleger Alexander Mayer lobt vor allem die gelungene Reparatur der Kriegsschäden: „Der Sandstein ist nicht vereinfacht ausgebessert worden, man hat ihn vielmehr originalgetreu restauriert.“ 140.000 Euro hat das gekostet. Dass die Wohnungen nicht übermäßig verkleinert wurden, findet Mayers besonderen Beifall.

Wegen enormer bautechnischer Schwierigkeiten gar mit knapp 650.000 Euro hat die Sanierung des ehemaligen Fischerhauses Untere Fischerstraße 8 zu Buche geschlagen. Sogar die Gründung musste erneuert werden. Vor ihrer Begradigung ist die Pegnitz direkt am Haus aus dem Jahre 1907 vorbeigeflossen. Mit 3.000 Euro unterstützt die Stadt das Werk.

Der gleiche Betrag wird der Sanierung des ältesten Gebäudes zuteil. Mit seiner roten Fassade sticht das „Rote Haus“, Königstraße 17, aus der Umgebung heraus. Die Farbe wurde dabei nach historischem Vorbild selbst über das Fachwerk gemalt. Schöner Kontrast: Inzwischen beherbergt das 348 Jahre alte Gebäude eine Kinderkrippe.
  

Volker Dittmar

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