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Fürth: Wer war vor dem Feuer in der "Pechhüttn"?

Zeugen haben Verdächtiges beobachtet - Polizei hofft auf weitere Hinweise - 04.07.2017 10:06 Uhr

Aus dem denkmalgeschützten Gebäude schlugen am Freitagabend Flammen. © Mert Yildirim


Anwohner hatten am Freitag gegen 18 Uhr gemeldet, dass Rauch aus dem Gebäude an der Ecke von Schwabacher Straße und Karolinenstraße dringt. Eine Streifenbesatzung stellte kurz darauf fest, dass ein Feuer in der sogenannten "Pechhüttn", dem ältesten Gebäude der Südstadt, ausgebrochen war.

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Vom Unglück verfolgt: "Pechhüttn" in Fürth brennt

Am Freitagabend stieg dichter Rauch aus der "Pechhüttn" in Fürth. Die Feuerwehr konnte das Feuer in der Schwabacher Straße Ecke Karolinenstraße aber schnell löschen. Verletzt wurde laut Polizei niemand, denn das denkmalgeschützte Gebäude steht seit Jahren leer.


Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten den Brand innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Der Sachschaden bewegt sich nach erster Schätzung der Polizei im "unteren fünfstelligen Bereich". Das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Fürth ermittelt. Bislang, so heißt, gebe es keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung.

Toter Obdachloser

Allerdings liegen laut Polizei Zeugenaussagen vor, wonach am frühen Freitagnachmittag "Personen im Bereich des Anwesens wahrgenommen wurden". Wer dazu etwas beitragen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer (09 11) 21 12 33 33 mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken in Verbindung zu setzen.

Im vergangenen Jahr machte die "Pechhüttn" Schlagzeilen, weil Jugendliche auf dem Dachboden einen toten Obdachlosen gefunden hatten. Wie sich später herausstellte, war er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

Der Name "Pechhüttn" rührt vermutlich von einer ehemaligen Pechfabrik her, die auf dem Gelände neben dem Gebäude stand. Das Haus selbst war 1831 ursprünglich als Ausflugslokal vor den Toren der Stadt gebaut worden. Nachdem sich zuletzt die Pläne für den Bau eines Hotels zerschlagen hatten, sollen jetzt Sozialwohnungen auf dem Gelände entstehen.

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Im Dornröschenschlaf: Die verfallene "Pechhüttn" in Fürth

Vor Urzeiten mal eine Ausflugsgaststätte wurde das Sandsteingebäude 1831 als "erstes Haus der Südstadt" gebaut. Mittlerweile ist die Stadt gewachsen und das Gebäude steht mitten in der Stadt - leer. Sein letzter Bewohner verließ es in den 80er Jahren. Seither ist das Haus dem Verfall preisgegeben. Im Rahmen der Achitekturwoche durften einige Interessierte einen Blick in das alte Gemäuer werfen. Dabei entstanden diese Bilder.



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