Fürth: Wird die Schön-Klinik zum Corona-Impfzentrum?

Birgit Heidingsfelder
Birgit Heidingsfelder

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13.11.2020, 18:45 Uhr
Für Corona-Impfungen sollen Städte und Landkreise Impfzentren errichten. 

© imageBROKER Für Corona-Impfungen sollen Städte und Landkreise Impfzentren errichten. 

Wie Oberbürgermeister Thomas Jung auf Nachfrage sagte, kommen für ihn drei Orte infrage: der Golfpark Atzenhof, wo sich bereits ein Corona-Testzentrum für Stadt und Landkreis befindet; die nach der Schließung kürzlich frei gewordene Schön-Klinik an der Stadtgrenze sowie das frühere Möbel-Höffner-Areal, wo es schon von März bis Juni eine Drive-Through-Teststation für Corona-Verdachtsfälle aus Stadt und Landkreis gab.


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Auch beim Impfzentrum, so Landratsamtssprecher Christian Ell, wollen Stadt und Kreis kooperieren. Man habe Kontakt zu den Immobilien-Eigentümern aufgenommen, sagte Jung. Antworten stünden noch aus. Aber: "Ich denke, wir haben bis Ende des Monats eine Lösung." Denn: "In jedem Fall" könne man im Gewerbe- und Wohngebiet Golfpark Atzenhof weitere Container errichten.

Die Staatsregierung hat für 100 Millionen Euro ein Corona-Impfkonzept und den Aufbau entsprechender Kapazitäten beschlossen. Nach Aussage von Gesundheitsministerin Melanie Huml sind alle Städte und Landkreise aufgerufen, bis Mitte Dezember neben mobilen Teams für Einsätze etwa in Pflegeheimen mindestens ein Impfzentrum zu installieren und zu betreiben. Aufbau und Betrieb können auch an externe Firmen vergeben werden.

Jung sah die Stadt noch vor kurzem in der Pflicht, für den empfindlichen Impfstoff "Ultratiefkühlschränke" mit Temperaturen bis zu minus 70 Grad zu organisieren. Nach seiner Information ist das doch nicht nötig. "Das scheint eine Aufgabe der Unikliniken in Bayern zu werden." Dem Pharmakonzern Pfizer zufolge kommen für die Impfdosen Thermo–Koffer mit Trockeneis und tragbare Spezial-Gefrierschränke infrage.

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