Mittwoch, 20.11.2019

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Fürther Babylon-Kino hat seine Säle aufgemöbelt

Blaue Kuschelecke vor der Leinwand - Auch für Rollstühle Platz - 04.12.2014 11:00 Uhr

Mehr Bequemlichkeit: Die Babylon-Geschäftsführer Christian Ilg (hinten)und Marcus Bahr im neu ausstaffierten großen Saal. © Foto: Mark Johnston


Schauplatz der feierlichen Zeremonie, bei der Prämien des Bayerischen Filmförderfonds in Höhe von 307 000 Euro ausgeschüttet werden, ist das Kulturforum. Weiterer Treffpunkt der Prominenz ist das Babylon-Kino. Und das hat sich schon in Schale geschmissen. Wenn der Kino-Neubau an der Gebhardtstraße auch weiterhin auf sich warten lässt, veranlasst das Projekt von Alfred Ach doch immerhin die Fürther Kinoszene zu erhöhter Aktivität. Das Babylon am Stadtpark hat jetzt für 48 000 Euro seine beiden Säle aufgemöbelt. Von der Filmförderanstalt Berlin gab es Zuschüsse.

Die Renovierung war nach den Worten von Kino-Geschäftsführer Christian Ilg schon lange überfällig. Den letzten Anstoß hätten allerdings die Neubaupläne gegeben. Dabei betrachtet Ilg das Projekt durchaus nicht als Konkurrenz. Denn die inhaltliche Ausrichtung sei doch zu unterschiedlich. Das Babylon hat sich wie auch der Uferpalast der Kinokooperative im Kulturforum als Programmkino einen Namen gemacht – auch wenn es diesen Titel gerade zugunsten des moderneren Namens Babylon-Kino am Stadtpark abgelegt hat. Ein reines Programmkino ist das Babylon nämlich schon lange nicht mehr.

Nagelneue Kinosessel aus Spanien sorgen jetzt für besseren Sitzkomfort auf allen Plätzen. Als Besonderheit lassen sich zwischen allen Sitzen die Armlehnen nach oben klappen und schon verwandeln sich die Sessel in Kuschelecken. Auch für Rollstühle ist Platz. Im großen Kinosaal sorgen eine neue Wandbespannung und ein optimiertes Beleuchtungskonzept für gediegene Atmosphäre und bessere Akustik, im kleinen Saal mit seinen Retro-Elementen wurden Anstrich und Beleuchtung erneuert.

Hinter den Kulissen hat sich in der Nürnberger Straße 3 schon lange die nun auch sichtbare Erneuerung angebahnt. Das begann mit dem Einbau einer Dolby 5.1-Surroundanlage, der 2011 die Umstellung auf digitale Vorführtechnik folgte. Letzteres hat den Vorteil, dass wesentlich mehr Filme präsentiert werden können. Ilg: „Von den Verleihern bekommt man viel leichter Festplatten als Filmspulen.“

Mehr Filme

Zuwachs bekommen haben im Babylon nicht nur die Kinderfilme. „Ab Donnerstag haben wir beispielsweise 14 Filme im Programm“, sagt Ilg. Für neue Impulse sorgen auch Filmreihen wie das Senioren-Montagskino, der Schüler- und Studententag, Doku-Kino, das SINNema-Projekt in Zusammenarbeit mit der Kirche und „Soundcheck“.

Die Anstrengungen zur Aufwertung des Kino-Erlebnisses waren nicht umsonst. In den letzten drei Jahren hat sich das Zuschauer-Aufkommen laut Ilg um mehr als 10 000 Menschen erhöht. Heuer konnte das Babylon erstmals die Rekordmarke 40 000 knacken. Das Kino-Management gibt sich damit jedoch noch nicht zufrieden und plant weitere Verbesserungen. Nächstes Jahr sollen barrierefreie Zugänge das Haus für Menschen mit Gehbehinderung noch attraktiver machen. Benutzerfreundlich präsentiert sich auch die Babylon-Homepage. Hier können schon seit Oktober Tickets für alle Filme online gekauft und zu Hause ausgedruckt werden — ohne Wartezeit an der Kinokasse.

Volker Dittmar

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