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Freitag, 03.07.2020

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Fürther Stadttheater nimmt den Spielbetrieb wieder auf

Drei Juli-Wochenenden mit Musik, Theater und Tanz werden vorbereitet - 23.06.2020 09:00 Uhr

Er haut wieder rein: Boris Keil als Oskar Matzerath in der Stadttheater-Inszenierung der „Blechtrommel“ – zu sehen vom 10. bis 12. Juli. © Foto: Thomas Langer


Ursprünglich war der Neustart erst zum Saisonbeginn 20/21 geplant. Jetzt gibt es drei Juli-Wochenenden mit Musik, Theater und Tanz – jeweils freitags und samstags um 19.30 Uhr sowie sonntags um 15 Uhr. Am Mittwoch beginnt der Kartenvorverkauf, 20 Euro beträgt der Ticket-Einheitspreis, Karten gibt es nur an der Theaterkasse. Was es nicht gibt? Pausen und Gastronomie.


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"Wir wollen spielen. Und wir wollen zeigen, dass wir alles tun, was in unseren Kräften steht, um wenigstens diese Wochenenden möglich zu machen", sagt Theatersprecher Christof Goger. Intendant Werner Müller selbst war es, der bei OB Thomas Jung den Antrag eingereicht hatte, den ohnehin ruhenden Spielbetrieb der Saison 19/20 vorzeitig zum 15. Mai zu beenden, natürlich wegen der Corona-Krise. 

Zu dem Zeitpunkt war längst klar, dass keines der noch bis Juli ausstehenden Gastspiele nationaler und internationaler Ensembles mehr realisierbar gewesen wäre. Die jüngste, seit diesem Montag geltende Lockerungsmaßnahme des Freistaats erlaubt nun aber immerhin bis zu 100 Zuschauer bei Indoor-Kulturveranstaltungen.

So steht vom 3. bis 5. Juli Jutta Czurdas "Dance Me to the End of Love" auf dem Spielplan, mit Songs etwa von Leonard Cohen, Edith Piaf und Nina Simone und mit der Band aus Norbert Nagel, Andreas Blüml und Christoph Huber. Im Großen Haus steigt der Abend jetzt auf der Vorbühne – und könnte mit 90 Plätzen im Erfolgsfall mehr Zuschauer anziehen als im Nachtschwärmer-Foyer, wo "Dance Me. . ." seit 2018 läuft.

Für 96 Zuschauer funktioniert das Abstandskonzept im Fall der "Blechtrommel" (10. bis 12. Juli). Solist in der Bühnenadaption des Grass-Klassikers ist Boris Keil, Premiere der Müller-Inszenierung war im Januar im Kufo. Das dritte Wochenende (17. bis 19. Juli) teilen sich das Thilo Wolf Quartett, das tanzende Mutter-Tochter-Duo Julia und Maria Kempken sowie Sängerin Elke Wollmann mit Gitarrist Stefan Grasse; wer wann auftritt, steht noch nicht fest.

Zudem kooperiert das Stadttheater an allen drei Wochenenden mit der freien Szene, hierzu wird eine Bühne auf dem Vorplatz aufgebaut. Programmdetails gibt es aktuell noch nicht.

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