14°

Samstag, 06.06.2020

|

Fürths alternative Tafel schließt

Organisatoren ziehen positives Fazit, prangern aber die hohe Zahl an Bedürftigen an - 21.05.2020 21:00 Uhr

Die alternative Tafel sprang ein, als die Fürther Tafel in der Corona-Krise zum Schutz ihrer Ehrenamtlichen schließen musste. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Einen Monat lang versorgte die alternative Tafel an vier Dienstagen Bedürftige bei der Kinderarche in der Theresienstraße. Die ausgegebenen Lebensmittel stellten überwiegend Fürther Einzelpersonen zur Verfügung.

Insgesamt wurde Nahrung im Wert von circa 10 000 Euro spendiert, hinzu kamen zudem zahlreiche Geldspenden. Man sei dankbar für die Hilfsbereitschaft, so die Initiative.

Durch die Unterstützung konnten in den vier Wochen insgesamt knapp 500 Haushalte versorgt werden. Dies entspricht etwa 1300 Personen. Waren es bei der ersten Ausgabe noch etwa 50 Menschen, die fertig gepackte Lebensmitteltüten abholten, kamen am letzten Ausgabetermin fast 200 Bedürftige.

"Auch bei den Bedürftigen möchten sich die Organisatoren der alternativen Tafel bedanken", heißt es in der Mitteilung. Obwohl vor allem bei den letzten Terminen viele Personen teils über anderthalb Stunden warten mussten, habe es keine Probleme gegeben. "Alle stellten sich geduldig an und auch die Abstandsregeln wurden von alleine eingehalten." Den Organisatoren sei während der vier Wochen die Armut vieler Fürther vor Augen geführt worden. "Dass so viele Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, ist für die Initiative aber auch ohne Krise in einem reichen Land ein Armutszeugnis und fordert daher politische Maßnahmen, um diese Zustände zu beenden."

fn

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth