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Mittwoch, 17.07.2019

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Gnadenlos Grand Prix: Mutprobe vor 5000 Gnädigen

Zum Auftakt des Fürth-Festivals haben 15 Furchtlose alles gegeben - 12.07.2019 22:30 Uhr

Die Gewinner des Gnadenlos-Grandprixs: Christina Bartsch aus Bad Windsheim überzeugte das Publikum mit ihrer markanten Stimme. © Hans-Joachim Winckler


Wohl den meisten Mut brachte der 13-jährige Adrian auf. Von Moderator Volker Heißmann als "Ballermannboy" angekündigt, machte er mit Peter Wackels "Ich verkaufe meinen Körper" keine schlechte Figur. Eine bessere jedenfalls als die Sängerin Gabriele Kullmann vor ihm, die zum wiederholten Mal bei dieser Veranstaltung Gelächter erntete, aber unverdrossen ankündigte: "Ich kommer wieder".

Eröffnet hatte das Schaulaufen außer Konkurrenz Vorjahressieger Thomas Glenz. Zusammen mit dem Rapper Max Solus machte er den rund 5000 Menschen an den Biertischen richtig Laune. Daran konnte Maximilian Köhn aus der Fürther Südstadt mit einem weiteren Rap locker anknüpfen, so dass Heißmann sich freute: "Das Eis ist gebrochen."

Mit grünen und roten Karten stimmte das Publikum in Feierlaune über Gedeih und Verderb der Kandidaten ab. Es ließ sich von Hadi aus Erlangen willig die Vorzüge der Ladys erklären, von Mike Miller zur Top of the World mitnehmen, bevor es dem Fürther Marco Vittorio für seinen Rap "Offline" die rote Karte zeigte und ins Off schickte.

Bewegende Szenen gehörten dazu. Etwa als "Christiane & Richy" nach Peter Alexanders "Das kleine Beisl in unserer Straße" als kombinierte Tanz- und Gesangsnummer verkündeten, sie feierten damit heute ihren Hochzeitstag. Zu den Stammgästen des populären Fürther Wettbewerbs gehören Gerhard Keil und Simone Gento, die Joe Cockers "Up where we belong" mit beachtlicher Routine ablieferten. Auch Sängerin Tamara Dietsch, die Zombie von den Cranberries beisteuerte, und der Standup-Comedian Berhane mit einer McDonalds Persiflage kamen ins Finale.

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Rote Karte, grüne Karte: Großes Spektakel beim Gnadenlos Grand Prix in Fürth

Beim "Gnadenlos Grand Prix" konnten Sänger, Tänzer und Artisten am Freitag ihr Können unter Beweis stellen - oder ihren Mut. Als Jury bewertete das Publikum die Kandidaten. Komödiant Volker Heißmann moderierte das Gaudi-Casting an der Fürther Freiheit, das im Rahmen des 15. Fürth Festivals stattfand.


Zwischen den Auftritten der Talente sorgten die "Partyvögel" aus Würzburg dafür, dass das Stimmungsbarometer nicht sank. Und vom Parkhausdach des benachbarten Kaufhauses aus entrollten Kleeblattfans ein Transparent mit der Aufschrift "Zurück zur SpVgg Fürth".

Die Laune war eben ausgezeichnet an diesem Abend, der vom Regenguss verschont geblieben ist und von einem ebenfalls begeisterten OB eröffnet wurde. Am Samstag und Sonntag lockt das 22. Fürth-Festival mit einem geballten Musikprogramm auf fünf Bühnen. Außer auf der Freiheit ist am Hallplatz am Grünen Markt, am Kirchenplatz und im Lindenhain für jede Menge Unterhaltung zum Nulltarif gesorgt. 

VOLKER DITTMAR

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