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Große Förderin des Jüdischen Museums

Suzanne Gundelfinger-Freud ist gestorben — Gebürtige Ungarin überlebte Holocaust - 15.10.2016 16:43 Uhr

Suzanne Gundelfinger-Freud hatte ein Herz für Fürth.

© Foto: Scherer


Aufgewachsen als behütetes Einzelkind in der südungarischen Königsstadt Székesfehérvár, wurde Zsuzsanna Freud zusammen mit ihren Eltern 1944 als 15-Jährige von Nazis mit 1600 weiteren ungarischen Juden in Viehwaggons ins Konzentrationslager Bergen-Belsen transportiert. Sie wurden jedoch vom ungarischen Juristen Rudolf Kasztner freigekauft und gelangten so in die Schweiz.

Dorthin war nach Hitlers Machtergreifung auch die jüdische Kaufmannsfamilie Gundelfinger aus Fürth geflohen. Werner Gundelfinger, den sie 1957 geheiratet hatte und der 2004 im Alter von 82 Jahren starb, war ein Schulkamerad des Fürther Ehrenbürgers Henry Kissinger. Nach dem Ende des Nazi-Regimes kehrte er zusammen mit Ehefrau Suzanne nach Fürth zurück, baute die israelitische Kultusgemeinde mit auf und sammelte jüdisches Kulturgut. 1991 vermachte das Ehepaar seine Judaica-Sammlung der Stadt Fürth und legte damit den Grundstock für das 1999 eröffnete Jüdische Museum.

1988 schon haben Suzanne und Werner Gundelfinger zusammen mit 38 Gleichgesinnten den Förderverein Jüdisches Museum ins Leben gerufen. 2003 überließ das Ehepaar der Museumsbibliothek auch noch seine wertvolle Sammlung von Werken des aus Fürth stammenden jüdischen Schriftstellers Jakob Wassermann, darunter viele Erstausgaben. Zu den Schmuckstücken des Bahnhofplatzes zählt inzwischen das aufwändig renovierte Gundelfinger-Haus.

di

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