Gütesiegel für die Fürther Bürgerstiftung

2.12.2008, 00:00 Uhr
Das Gütesiegel für die Bürgerstiftung Fürth überreichte Kuratorin Marie-Luise Stoll-Steffan (links) an die Vorsitzende Kathrin Kimmich.

Das Gütesiegel für die Bürgerstiftung Fürth überreichte Kuratorin Marie-Luise Stoll-Steffan (links) an die Vorsitzende Kathrin Kimmich. © Svoboda

Dieses Prädikat wird nach gründlicher Überprüfung durch den Bundesverband deutscher Stiftungen vergeben. Zehn Voraussetzungen müssen erfüllt sein, zu denen unter anderem das Gründungskapital in Höhe von 50 000 Euro, ein Vorstand und ein Stiftungsrat gehören. Zudem muss die jeweilige Stiftung überparteilich, wirtschaftlich unabhängig und gemeinnützig sein.

Kriterien, die die Bürgerstiftung Fürth erfüllt. «Aber auf seinen Lorbeeren sollte man sich nicht ausruhen», rät die Kuratorin. Denn alle zwei Jahre muss sich eine in dieser Form ausgezeichnete Stiftung erneut der Prüfung durch den Bundesverband unterziehen, will sie ihr Gütesiegel behalten.

Peter Hauser, der Vorsitzende des Stiftungsrats, hatte in seiner Begrüßungsansprache bedauert, dass trotz der vielen Aktionen noch nicht mehr Kapital in die Fürther Stiftung geflossen sei. Ein Phänomen, mit dem aber, so der städtische Sozialreferent Karl Scharinger, «alle Stiftungen zu kämpfen haben».

Gegründet wurde die Bürgerstiftung Fürth, zu der übrigens auch der ehemalige US-Außenminister und Fürther Ehrenbürger Henry Kissinger zählt, im Juli 2007 auf Betreiben von Kathrin Kimmich. Ziel sei es, «gemeinnützige Aktivitäten» zu fördern und damit die Lebensqualität in der Kleeblattstadt zu verbessern.

Neben der Verständigung zwischen unterschiedlichen Nationen und Kulturen hat sich die Stiftung auch die Förderung von Kunst und Kultur, Umwelt- und Landschaftsschutz sowie die Pflege von Heimat und Brauchtum und die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung auf die Fahnen geschrieben. Besonderes Augenmerk gelte benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Mit verschiedenen Aktionen haben die Initiatoren versucht, ihr Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. So beteiligte sich die Stiftung mit eigenen Sport- und Freizeitangeboten am Ferien-Sommerprogramm der Stadt, auch beim Weltkindertag brachte sich die Bürgerstiftung ein. Beim Schülertriathlon verteilten freiwillige Helfer Melonen und Bananen an die Teilnehmer. Zudem wurden die Projekte «Gesunde Obstpause» und «Mahlzeit – Essen für Kinder» gefördert.

«Wir wollen Kindern helfen, ohne sie zu stigmatisieren», sagt Kimmich. Für das nächste Jahr sei eine Reihe von Vorhaben geplant, darunter ein Mädchenfußballcamp, einige Vereinspatenschaften und offene Sportpädagogik.