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Interkultureller Garten bekommt bald Zuwachs

Neue Beete, neues Glück auf der Hardhöhe und in der Friedensanlage - 16.04.2018 06:00 Uhr

Werkeln im Garten macht sichtlich glücklich. Unser Bild entstand im Interkulturellen Garten an der Uferpromenade. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Abgetrennte Parzellen, wie man sie aus Schrebergärten kennt, werden beide nicht haben. Darüber hinaus stecken hinter den zwei Jubiläumsgärten "zwei total unterschiedliche Konzepte", wie Helga Balletta aus dem Vorstand des Interkulturellen Gartens (IKG) bei der Informationsveranstaltung in der Volkshochschule vor interessierten Hobbygärtnern erklärte.

Verwaltet wird sowohl die neue Anlage auf der Hardhöhe als auch die zwischen Friedhof, Pegnitz und Friedenstraße vom IKG-Verein. Tragen sollen sich beide allerdings selbst. "Es wird keine Querfinanzierung geben", so Balletta. Dass es außer dem IKG an der Uferpromenade einen weiteren öffentlichen Garten geben sollte, ist ein lange gehegter Wunsch. "Wir haben, ehrlich gesagt, nicht mehr damit gerechnet, dass uns den die Stadt erfüllt", sagt sie. "Und jetzt werden es sogar zwei."

Gemüse, Kräuter und Salate werden dort künftig in drei mal eineinhalb Meter großen Hochbeeten angesät. Dies sei rückenfreundlicher und ermögliche außerdem längere Erntezeiten. Auch Probleme mit belasteten Böden seien damit kein Thema. Zuerst soll nach den Plänen des Grünflächenamts, das die nötigen Arbeiten ausführen lässt, die Friedensanlage fertig werden. Balletta rechnet mit Ende Mai bzw. Ende Juni. Denn dieser öffentliche Garten ist offen zugänglich, aber zweigeteilt. Hier wird es 16 Beete geben, eine Hälfte "nutzer-zugeordnet", die andere für die Allgemeinheit. Die für die alle vorgesehenen Beete werden um die anderen herum angeordnet. Sie sollen Passanten zum Gärtnern, Entspannen und Ernten einladen. Beerensträucher, Sitzgelegenheiten, Werkzeugkiste und Komposthaufen komplettieren das Ganze.

Deutlich größer wird der Garten auf der Hardhöhe. Zwischen Gauß- und Voltastraße, unweit der U-Bahn-Station, entstehen 20 Hochbeete – allerdings nicht vor September dieses Jahres. Im Gegensatz zur Friedensanlage wird das Areal umzäunt. Gerade dieser Punkt rief bei einer Zuhörerin Unmut hervor; hier werde, sagte sie, der Allgemeinheit eine beliebte Grünfläche zugunsten einiger Weniger entzogen.

Auch wenn Helga Balletta die falsche Adressatin für diese Kritik ist, verteidigte sie das Konzept: "Ich sehe das eindeutig als Bereicherung, weil es ein Stück Ernährungssouveränität zurück in die Stadt bringt." Gerade Kinder könnten auf diese Weise lernen, wie viel Arbeit es machen kann, Lebensmittel aufzuziehen.

Die meisten Anwesenden haben Balletta bereits ihr Interesse an einem der künftigen Hochbeete mitgeteilt. Per E-Mail können unter ikgfuerth@googlemail.com weitere Interessierte Kontakt zum Verein aufnehmen. Für die Beete auf der Hardhöhe wird ein Jahresbeitrag von 35 Euro erhoben sowie zusätzlich Wassergeld und ein Schlüsselpfand in Höhe von 50 Euro.

Die beiden letzten Kostenpunkte entfallen an der Friedensanlage – zum einen, weil das Wasser aus dem benachbarten Friedhof geholt werden muss, zum andern, weil die rund 400 Quadratmeter nicht eingezäunt sind. Hier beträgt die jährliche Gebühr 15 Euro. 

Armin Leberzammer

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