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Jahresabo kein Ersatz für Fürther Mobiliätstaler?

Sozialforum engagiert sich weiter für einen günstigen ÖPNV für arme Menschen - 11.10.2015 21:00 Uhr

Ein Bus wirbt für die Mobilitätstaler mit prominenter Unterstützung der SpVgg. © Winckler


Wie berichtet, will der Stadtrat mit einer Tarifreform mehr Menschen dazu bewegen, auf Busse und Bahn umzusteigen. Kernstück ist ein neues Jahresabo, das im Stadtgebiet monatlich 25 Euro kosten soll, allerdings eine Ausschlusszeit hat und folglich erst ab 9 Uhr gültig ist.

Dank dieses günstigen Angebots, so ist man im Rathaus der Meinung, könne man künftig darauf verzichten, die Mobilitätstaler auszugeben. Mithilfe dieses Zuschusses von gegenwärtig 20 Euro im Monat können sich Fürther, bei denen das Geld knapp ist, den ÖPNV leisten. Ein Wegfall würde die Kommune um jährlich 600 000 Euro entlasten.

In einer Pressemitteilung kritisiert das Sozialforum dieses Vorhaben. Abgesehen davon, dass das Jahresabo wegen der Ausschlusszeit für „große Teile der Bevölkerung unbrauchbar“ sei, sei es äußerst gewagt, zu behaupten, das 25-Euro-Ticket mache die Taler überflüssig. Dies, so heißt es, habe „wenig mit der bisherigen Nutzung der Mobilitätstaler und der Lebensrealität der Nutzer zu tun“.

Das Sozialforum kündigt daher an, „die ersatzlose Streichung des Mobilitätsbonus, der einen, wenn auch kleinen, Fortschritt zur Gewährleistung von Mobilität für die Ärmsten, darstellt, keinesfalls widerstandslos hinzunehmen“. Als Alternative halten die Aktivisten ihre alte Forderung nach einem Sozialticket für 15 Euro – ohne Ausschlusszeiten – für die Preisstufe A „weiterhin für völlig berechtigt“.

Sie bringen aber auch einen Kompromissvorschlag ein: eine preiswertere Monatskarte ohne Ausschlusszeiten für den im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehenen Betrag von 20 Euro, die nicht nur bis zur Stadtgrenze gilt und außerdem flexibel gekauft werden kann, also nicht dem Abo-Zwang unterliegt. 

fn

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